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Wasseraufbereitung

Chemisch oder Mechanisch

Wasseraufbereitung


Bei mehrtägigen Trekkingtouren abseits der Zivilisation ist es wichtig, keimfreies Trinkwasser aufbereiten zu können. Dazu gibt es drei Möglichkeiten.

Abkochen
Ist die klassischste und ungeeignetste Methode. Das Wasser muss mindestens 10-20 min. Kochen. Das erfordert sehr viel Brennstoff und ist nur in Höhenlagen bis 1.000 m möglich. Abgekochtes Wasser verkeimt sehr schnell erneut.


Chemische Hilfsmittel

Wasser kann mit folgenden Zusatzstoffen aufbereitet werden:
Silberionen: Geschmacksneutral; 2 Std. Kontaktzeit; gut lagerfähig; ausgezeichnete Konservierung; max. Zugabe: 0,08 mg/l.
Chlor: Bedingt geschmacksneutral; 15 bis 30 min. Kontaktzeit (ideal auch für Nutzwasser); begrenzt lagerfähig (verflüchtigt sich); max. Zugabe: 0,3 mg/l.
Silberionen & Chlor: Kombinieren die o. g. Vorteile und ergänzen sich.
Sauerstoff: Geschmacksneutral; 20 bis 35 min. Kontaktzeit (ideal auch für Nutzwasser); die Komponenten zur Herstellung sind nur begrenzt lagerfähig (verflüchtigt sich).
Jod: Nicht geschmacksneutral; in Deutschland zur Wasseraufbereitung verboten (Außer gebunden in Matrizen).

Mechanische Wasseraufbereitung
Wasserfilter sind die sicherste, schnellste und wirtschaftlichste Art, Wasser zu entkeimen! Zudem werden auch organische und anorganische Trübstoffe gefiltert und trübes Wasser wird klar. Hauptkriterien bei der Auswahl sind Durchflussmenge, -Kapazität & Lebensdauer. Keramikfilter drücken das Wasser durch eine mikroporöse Keramik, die durch eingelagertes Silber zusätzlich das Durchkeimen von Bakterien verhindert. Keramik filtert Bakterien und Protozoen, ist extrem langlebig und leistungsfähig. Aktivkohlefilter reduzieren Giftstoffe, wie z. B. Chemikalien (Chlor, Jod, Pestizide etc.), filtern Protozoen und verbessern den Geschmack, sollten aber nach 6 bis 12 Monaten erneuert werden.
Matrixfilter kombinieren unterschiedliche Elemente (Glasfaser- oder Nylonträger in Verbindung mit Kohle, Keramik und Jod). Sie sind zumeist am sichersten und filtern neben Bakterien und Protozoen auch viele Chemikalien (z. B. in Verbindung mit Aktivkohle).


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