Natur oder Synthetik
Was auf der Haut getragen werden soll, darüber scheiden sich die
Geister. Grundsätzlich teilt sich moderne Funktionsunterwäsche in zwei
Gruppen: Naturfasern (vor allem Merinowolle) und Synthetikgewebe
(Polyester, Polypropylen sowie Mischgewebe). Beide Materialtypen haben
ihre Vor- und Nachteile: Merinowolle besticht vor allem durch ihre
Eigenschaft, den Temperaturhaushalt zu regulieren und die Tatsache,
dass sie auch nach tagelangem Tragen kaum unangenehm riecht. Hingegen
trocknet Merinowolle etwas langsamer und ist schwerer und voluminöser
als die leichte Synthetikwäsche. Diese bewährt sich vor allem bei sehr
schweisstreibenden Sportarten, da sie die Körperfeuchtigkeit schnell
aufnimmt und trocknet. Der Neigung von Synthetik zu Geruchsbildung wird
mittels Beimischung von Silberionen (hemmt die Vermehrung von
Bakterien) entgegengewirkt.
Die neueste Entwicklung bei der
funktionellen Sportwäsche (Mammut Alpine Underwear) ist die Verwendung
eines Polyester-Merino-Gemischs, wobei das Mischverhältnis des Gewebes
je nach Körperpartie variiert wird (höherer Merinoanteil bei Partien
mit erhöhtem Wärmebedarf, reines Polyester an Stellen, wo besonders
stark geschwitzt wird). Dieses Prinzip bewährt sich vor allem bei Aktivitäten wie dem Alpinismus, wo sich Aktivität und Stillstand schnell abwechseln.