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Tags: Freeride, Skitour

Freeride oder Skitouren? Das beste aus zwei Welten

Christian Penning, 19.11.2017

Bisweilen gestaltet sich die Suche nach Pulverschnee nicht gerade einfach. Selbst nicht für François Epiney. Der drahtige Walliser ist im Val d’Anniviers aufgewachsen und kennt als Bergführer zwischen Illhorn und Zinalrothorn jeden Buckel der Region wie seine Westentasche. Zu den Fältchen, die die Witterung in den Jahrzehnten am Berg in seinem sonnengegerbten Gesicht hinterlassen hat, gesellen sich an diesem Morgen noch ein paar mehr. «Das war bislang der schneeärmste Winter, seit ich mich erinnern kann», meint er. Trotzdem ist François guter Dinge, als er die Routen für den Tag vorstellt. «Wir werden schon etwas finden», verspricht er. «Wäre doch gelacht!»

Minuten später schwebt die Gondelbahn von Grimentz hinauf nach Bendolla. Ein Trip zwischen zwei Welten beginnt: ein Mix aus Freeriden und Tourengehen. Mit Liftfahrten und kurzen Aufstiegen im Tourengelände – sowie langen, lohnenswerten Freeride-Abfahrten. HäuTEXT & FOTOS CHRISTIAN PENNING ser mit groben Holzbalken ducken sich an den sonnigen Hang. Aus der Vogelperspektive werden sie schnell kleiner. Eine Kulisse wie aus einem Heidi-Film. «Kein Wunder», erzählt François mit «eine herrlische franzö- sische Accent»: «Die Bergstrasse nach Grimentz wurde erst in den 1950er-Jahren für den Bau des Stausees Lac de Moiry angelegt.» Der Nachbarort Zinal, eine einstige Maiensäss am Talschluss, ist gar erst seit 1957 mit dem Auto erreichbar. Noch immer gleicht die Strasse von Sierre herauf einem Labyrinth aus Kurven.

Nach Norden ist der Kamm abgeblasen und verharscht. Dafür entschädigt nach Süden der Blick auf die Felspyramide der Dent Blanche. 

Kurze Aufstiege gehören beim Freetouring mit dazu. Bei diesem Ausblick sind sie sogar Genuss.

Bis zu den ersten Kurven auf Ski sind noch drei weitere Lifte und ein kurzer Aufstieg zu Fuss nötig. Das erste Couloir, das vom Kamm des Roc d’Orzival nach Norden abfällt, sieht recht abgeblasen und verharscht aus. Freund Luggi ist schon nahe daran, die Hoffnungen auf Pulver an diesem Tag zu begraben. Doch zumindest das Panorama nach Süden entschädigt. Wie eine felsige Pyramide ragt der 4375 Meter hohe Gipfel der Dent Blanche in den blauen Himmel, links dahinter spitzt die Nordflanke des Matterhorns heraus. Luggi ist wieder versöhnt mit der Welt. «Willkommen im Reich der Viertausender», leitet François seine Gipfelschau ein. «Dort im Nordosten: Jungfrau und Finsteraarhorn, dann östlich das Bishorn, das Weisshorn, hinten der Dom. Südlich das Zinalrothorn, das Obergabelhorn, die Dent Blanche ...!» – «Hammer!», schwärmt Luggi. «Komm, du wirst gleich noch mehr begeistert sein», schwört François und stapft den Grat entlang. Gerade mal 100 Meter weiter öffnet sich nach einer steilen Rinne ein weiterer Bergkessel – mit dick Schnee, unverspurt.

PULVER MIT VIERTAUSENDER-PANORAMA
«Du zuerst!» François lässt Luggi den Vortritt. Ein lauter «Pooowder!»-Ruf und eine wirbelnde Schneefahne begleiten seine ersten Schwünge. Der Pulverrausch ist zwar vorbei, sobald er seine Line in den sonnigen Teil des Hanges lenkt, doch dafür überzieht hier ein samtener Firnteppich das kupierte Gelände.

Fürs Freetouring ist das Val d’Anniviers wie geschaffen. «Alleine die Liftanlagen ermöglichen Abfahrten mit rund 1500 Metern Höhenunterschied», beschreibt François beim folgenden Aufstieg die Möglichkeiten. «Kombiniert mit ein paar Aufstiegen zwischen ein und zwei Stunden summiert sich leicht noch deutlich mehr.» Für Luggi sind Tourengehen und Freeriden Parallelwelten, die sich perfekt ergänzen. «Da bin ich in meinem Element!» Die gut erschlossenen Skigebiete von Grimentz, Zinal, Vercorin und Saint-Luc, die unberührten hochalpinen Gipfel ringsum machen das Val d’Anniviers zu einem wahren Paradies fürs Freetouring. Aber längst nicht zum einzigen. Auch Gebiete wie Andermatt, Chamonix, Courmayeur, Gressoney oder Engelberg bieten grosses Potenzial – wie eigentlich alle Skiregionen mit Liften hinauf in weitläufiges, hochalpines Terrain.

Die Chancen auf unverspurte Hänge sind deutlich höher als beim Freeriden in Liftnähe, die Abfahrten oft noch spektakulärer. Die Lifte sparen Zeit und Kraft, so lassen sich an einem Tag leicht doppelt oder dreimal so viele Höhenmeter sammeln wie bei normalen Skitouren. Nicht weniger schön als auf traditionellen Touren ist das Panorama. Weg von den Liften, einmal übern Grat, und schon findet man sich in unberührten Berglandschaften wieder. «Allerdings sollte man beim Freetouring noch sensibler sein als beim Freeriden, was die Lawinengefahr betrifft», mahnt François. «Denn ausserhalb der Skigebietsgrenzen erfolgen keine Lawinensprengungen, und die meisten Hänge werden auch deutlich weniger befahren, was das Risiko erhöht.»

Apéro mit Aussicht: Auf der Cabane Becs de Bosson ist das gewaltige Panorama inklusive.

SCHNEESTURM UND GLETSCHERWEIN
Der lange Skitag endet mit einem kurzen Aufstieg – von der Bergstation des Schlepplifts Lona 2 über die Schulter des Grimentzer Hausgipfels Becs de Bosson zur gleichnamigen Hütte. Die letzten Tagesgäste brechen gerade auf. Doch noch scheint die Sonne warm. Perfekt für ein gemütliches Après! «Santé!», prostet François. Und dann erzählt er mit Blick auf die Gletscher rund um die Dent Blanche, wie das Val d’Anniviers zwei weitere Welten vereint: das fast mediterrane Rhonetal und die vergletscherten Gipfelregionen – beide fast unmittelbar nebeneinander. Beide Sphären vereinigen sich im Gletscherwein. «Den gibt es nicht zu kaufen. Auch nicht hier auf der Hütte», verrät François. Seine Konsistenz folgt einer altüberlieferten Tradition. Dazu wird der Wein in alten Holzfässern nie ganz geleert und im Abstand von Jahren mit neuem edlen Tropfen aufgefüllt. Im Weinkeller des «Cave de la Bourgeoise de Grimentz» lagert unter anderem das Lärchenholzfass «Tonneau de l’Evéque». Die Basis seines Inhalts stammt aus dem Jahr 1886.

Solche Spezialitäten kann Hüttenwirt Marcel von der Cabane Becs de Bosson zwar nicht auftischen. Dafür aber gibt’s ein Abendessen mitten im Schneesturm. Plötzlich scheinen die Haufenwolken über den Berggipfeln zu explodieren. Die Bergkulisse draussen vor den grossen Panoramafenstern weicht einem dicken Flockenwirbel. «Polenta mit Pulver», scherzt Luggi. «Die perfekte Stärkung für morgen.» Während der Schwedenofen warm und knackend vor sich hin bollert, wird der Schneefall wieder schwächer, und die Dämmerung senkt sich über das Hochtal am Lac de Lona.

Es liegt wohl eher an der flockig leichten Pulverauflage als an der Polenta, dass uns das Aufstehen am nächsten Morgen erstaunlich leicht fällt, obwohl es draussen noch fast dunkel ist. Der Plan ist einfach zu verlockend: rauf auf den Gipfelgrat am Becs de Bosson und die erste Talabfahrt in Angriff nehmen, noch bevor die Lifte starten. Während im Westen noch der Mond über dem Mont Blanc steht, spurt Luggi voraus bergauf. Unsere Rechnung geht auf. In weiten, staubenden Schwüngen ziehen wir bei Sonnenaufgang den Gipfelhang des Becs de Bosson hinab.

ZERKLÜFTETE GIPFEL UND STEILE COULOIRS
Wenig später haben wir mit einem breiten Grinsen die ersten 1500 Höhenmeter abgehakt. Auf zu den nächsten 1700! In Grimentz wartet bereits Bixio, unser Guide für den zweiten Tag. Sein Plan: Nochmals rauf zum Col des Becs de Bosson und dann eine Tour auf den Gipfel des Sasseneire. Mit einer Mischung aus Respekt und Vorfreude auf die anspruchsvollen Couloirs vom Gipfelgrat nähern sich Bixio und Luggi dem zerklüfteten Gipfelmassiv. «Wir müssen uns beeilen», mahnt Bixio. «Wenn die Flanke zu viel Sonne bekommt, wird es gefährlich.» Doch zumindest bis auf einen Vorgipfel reicht es. In riesigen Turns rauschen erst Luggi, dann Bixio die noch völlig unverspurten Flanken hinab und weiter zum Lac de Moiry.

Nicht weniger perfekt ist auch der letzte Schwung, der Einkehrschwung auf der Rückfahrt in Sierre. Das Château de Villa ist bekannt für seine Raclette-Spezialitäten mit erlesenen Käsesorten aus den Seitentälern des Wallis. «Santé und merci für den grossartigen Tag», prostet Luggi unserem Guide Bixio mit einem Glas Haida zu. Genau der passende Tropfen zur Tour. Die eher seltene Rebsorte wächst im Wallis mehrheitlich auf über 1000 Metern Meereshöhe. Der Wein ist feinwürzig und mit dem Weissen Traminer verwandt. Bodenständig und gleichzeitig mit einer feinen, exquisiten Note – ganz wie die Freetouring-Tage in Grimentz und Zinal.

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