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Neujahrsbeginn im Iglu

Gisela Schmid, 21.01.2020

„Du freust dich darauf, 30 Stunden im Schnee zu verbringen. Dazu bringst du deine eigene Ausrüstung, an warmer Kleidung, einem warmen Schlafsack und ein Mätteli mit. Schneeschuhe, Skistöcke und Safetyset (Sonde, Schaufel, LVS) kannst du über Gisela bei Bächli Bergsport mieten. Deine eigenen Sachen und einen Anteil vom Gruppenmaterial trägst du in deinem eigenen 60l Rucksack ca. 2-3 Stunden bis zum Lagerplatz. Du wirst selber dafür verantwortlich sein, dass deine Sachen trocken bleiben und sie dich während des gesamten Kurses warm halten. ‘’ So lautete die Ausschreibung des Kurses, welcher ich am ersten Januarwochenende zusammen mit Beni, einem Outdoorguidefreund von mir, durchführte.
Als Lagerort schlug Beni das Bleniotal vor, da dieses stets genug Schnee vorzuweisen hat. Treffpunkt war um 8.45 Uhr in All’Acqua, dem letzten Dorf im Tal, welches gut mit ÖV oder PW erreichbar ist.

 

Wir hatten Glück. Da seit mindestens einer Woche kein Schnee mehr gefallen war, war die Lawinengefahr niedrig. Für die bevorstehenden drei Kurstage war gutes Wetter angesagt.
Da es zuerst einige Zeit in Anspruch nahm, das Gruppenmaterial wie Essen, Kocher, Rundkappenschirm und Brennstoff aufzuteilen und zu verstauen, zogen wir um 10 Uhr mit unseren voll bepackten Rucksäcken geschultert und Schneeschuhen an den Füssen hoch in Richtung der Capanna Piansecco CAS.

p> Der Weg war einfach zu finden, da dies eine beliebte Ski- und Schneeschuhtourenroute ist. So waren wir froh, dass wir die 500 Höhenmeter nicht selber spuren mussten. Nach einem 2,5 -stündigen Aufstieg erreichten wir glücklich die Alpe della Cassina Baggio, welche sich als idealer Lagerplatz erwies. Bevor es nun ans Bauen des Gruppencamps ging, stärkten wir uns bei einer warmen Mahlzeit, welche die Teilnehmer selber mit den mitgebrachten Gaskochern zubereiteten.
Wenn man mehrere Tage im Schnee verbringt, ist ein Gruppencamp, welches dich vor dem Wind schützt und in dem du dich „drinnen an der Wärme“ umziehen, essen und aufwärmen kannst, fast ein Muss. Wir buddelten an einer ebenen Stelle einen kreisförmigen Graben, in dessen Mitte wir einen Schneetisch stehen liessen. Rund um den Graben schaufelten wir eine Sitzbank, in deren Lehne wir Nischen für Kerzen und Geschirr ausstachen. Über das Ganze spannten wir einen Rundkappenschirm, dessen Mitte wir mit einer Zeltstange anhoben. Leider blies der Wind an den ersten beiden Tagen so stark, dass wir unser Camp bereits am Samstagmorgen erneut nachspannen und windsicher ausbessern mussten.

 

Nach dieser ersten Buddelaktion ging es bereits weiter mit dem Bau der „Schlafzimmer“.
Beni und eine Kursteilnehmerin bauten sich eine „Hundehütte“. Sie schaufelten dazu einen langen Graben, an dessen Ende sie rechts und links davon zwei Schlafnischen aushoben. Am Schluss deckten sie den Graben mit einigen Schneeplatten.
Die anderen Teilnehmer wählten eine noch einfachere und daher schneller zu bauende Schneeunterkunft, die „Wellnesshöhle“. Hierfür sucht mach sich eine grosse, 1,5 bis 2 Meter dicke und 1,5 bis 2 Meter tiefe Wächte. In diese gräbt man eine Nische, die man beliebig gross gestalten kann. Die Wellnesshöhle ist weniger warm als die Hundehütte und bietet auch weniger Windschutz. Dafür kann man, wenn man im Schlafsack liegt, den Sternenhimmel beobachten. Das ist einer der Gründe, weshalb ich persönlich bei guten Wetterbedingungen das Schlafen in der Wellnesshöhle bevorzuge.

Da alle noch mit dem Bau ihres Schlafzimmers beschäftigt waren, kochten am ersten Abend Beni und ich das Nachtessen. Polenta mit Dörrbohnen und -Tomaten stand auf dem Menuplan. Wenig Gewicht hochschleppen zu müssen war unsere Devise. Als Nachspeise zauberte eine Teilnehmerin Vanillecrème mit Bratäpfeln auf den Schneetisch. Es schmeckte unglaublich lecker!
Während der Nacht blies mir der Wind immer wieder prickelnd kalten Schnee ins Gesicht und am Morgen konnte ich eine ansehnliche Ladung Schnee von meinem Biwaksack schütteln. Am zweiten Tag war unser Plan, ein Iglu zu bauen. So wusste ich, dass ich, falls uns dies gelingen würde, die zweite Nacht wesentlich wärmer und vor allem windgeschützter würde verbringen können. Erstaunlicherweise verschlief ich beinahe das Frühstück. Als ich aus meiner Höhle schauend bereits die Sonne über den Bergen aufgehen sah, wusste ich, dass ich mich beeilen musste, damit ich auch noch eine Portion von dem feinen warmen Couscousporridge bekam. Zwei der Gruppe hatten sich bereits früh aus ihren Schlafsäcken geschält, Feuer gemacht, Benzin- und Gaskocher angeworfen, den am Vorabend zu Wasser geschmolzenen Schnee aus dem Kühlschrank geholt und für die Gruppe Tee, Kaffee und eine erste warme Mahlzeit zubereitet.
Nach dieser ersten Stärkung und dem Nachspannen des Camps begannen wir das nächste Projekt: Iglubau. Wenn du ein Iglu bauen willst, brauchst du einen flachen Ort, der möglichst unten an einem Hügel liegt. In der Schräge des Hügels legst du einen „Steinbruch“ für die Iglusteine an. Wir wollten ein Dreier-Iglu bauen. So legten wir uns zu dritt auf den Boden, um Mass zu nehmen. Wir steckten eine Lawinensonde in den Schnee, banden eine Schnur darum und machten einen Knoten an der Stelle, die den richtigen Radius angab, in die Schnur. Diesen Radius während des gesamten Iglubaus einzuhalten ist neben dem richtigen Platzieren der Steine enorm wichtig.
Iglubauen braucht viele helfende Hände, viel Geduld, guten Schnee und eine klare Kommunikation. Da wir mit guten Bedingungen gesegnet waren, konnten wir am späteren Nachmittag unser Iglu beziehen.

Ich hörte von vielen Leuten, dass es Mut braucht, an einem solchen Projekt teilzunehmen, geschweige dann, eines zu leiten. Die Angst vor der Kälte schreckte viele davon ab, sich anzumelden. Bei mir ist es gerade das, was mich fasziniert. Dieses Wissen, dass ich auch den Abend, die Nacht, den Sonnenaufgang und ein bis zwei weitere Tage draussen verbringen werde. Ich habe die Gelegenheit mich auf das Draussen-Sein einzulassen. Anzunehmen, das es kalt und windig ist. Etwas dafür tun zu müssen, dass mir wieder warm wird. Die schlichte Freude asuf den warmen Schlafsack, eine warme Mahlzeit, einen warmen Tee. Und dann zu merken, dass es geht. Der Körper passt sich an.

Am zweiten Abend genossen wir superfeine Älplermakkaronen mit Apfelschnitzen. Neben dem Gas- und Benzinkocher benutzten wir auch den mit Holz betriebenen Hobokocher. Auch im Schnee Feuer dabei zu haben, tut unglaublich gut.
Der Sonntag begrüsste uns mit einem wolkenlosen, stahlblauen Himmel. Nach dem Frühstück mussten wir leider unser Camp schon wieder zusammenbrechen. Anschliessend machten wir eine kleine Schneeschuhtour und einen LVS-Crashkurs. Toll, wie sich die TeilnehmerInnen dabei ins Zeug legten!
Den Weg zurück nach All’Acqua lief sich fast von alleine. So konnten wir am frühen Nachmittag unsere sieben glücklichen Teilnehmer verabschieden.

Gisela Schmid
www.nalia.ch

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