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Tags: Ski-Running, Skitour, Tourentipp

Pizzo Campo Tencia 3072m, Pizzo Forno 2907m

Chris Moser, 22.02.2018

Motivation Vor beinahe 10 Jahren bin ich letztmals auf dem Pizzo Campo Tencia 3072m gestanden. Damals hatten wir den Gipfel direkt über das Canale Giovanelli erreicht. Heute wollten wir der Tour einen alpineren Anstrich geben, und den Berg über die anspruchsvolleren Croslina Couloirs erreichen. Nach einer steilen Abfahrtsvariante vom namenlosen Pizzo Tencia Pkt. 3035m würden wir dann gleich noch den Pizzo Forno 2907m anhängen, damit wir uns ein weiteres Mal mit Pulver vollfressen konnten. So lautete zumindest der Plan.


(Querung zum Gh. Piccolo di Croslina || Das zweite Couloir in Sichtweite)

Tour Start um 07:00 Uhr in Dalpe Pkt. 1206m bei frischen -4 Grad. Je weiter wir ins Val Piumogna eindrangen, desto tiefer vielen die Temperaturen in den Keller. Im schattigen Kessel unterhalb Böc di Comasne fühlte es sich dann an wie im Gefrierschrank. Bis hier konnten wir einer Spur folgen, doch da wir nun nicht direkt durch das Canale Giovanelli zum Campo Tencia ansteigen wollten, sondern via Croslina Couloirs, hiess es nun selber die Spurhosen anziehen. Während es Richtung Piano di Lei und Pizzo Campolungo schön sonnig war, zogen wir unsere Spur weiterhin im Schatten, links vorbei an der Capanna Campo Tencia 2140m und hinauf zur ersten Engstelle auf ca. 2500m. Bei schlechter Schneelage wird man hier oftmals zu einer Portage gezwungen, doch heute war das ca. 40 Grad steile Couloir perfekt eingeschneit, und so konnten wir es gut in vielen Spitzkehren überwinden.


 (Chris nimmt das 2. Couloir in Angriff || Tiefblick ziemlich steil)

Nach der Querung des Ghiacciaio Piccolo di Croslina gelangten wir rasch zum zweiten, oberen Couloir. Nun hiess es die Ski aufbinden und etwa 100 Höhenmeter zu Fuss ansteigen. In knie- bis hüfttiefem Schnee wühlten wir uns aufwärts, bis wir zu den ersten Felsen gelangten. Während die Steigeisen noch im Sack blieben, leistete der Pickel hier gute Dienste. Die Felsen liessen sich gut überwinden, und so erreichten wir bald den Ausstieg auf ca. 2760m. Die Sonne blinzelte uns ins Gesicht und liess uns frohlocken, das Pièce de résistance war geschafft! Nun schritten wir voraus Richtung Bocchetta di Croslina Pkt. 2864m, und bekamen schon bald die verschneite SE-Flanke des Pizzo Croslina 3009m zu Gesicht. Im Sommer führte des Anstieg direkt über den SE-Grat, durch die gute Schneelage wäre es aktuell auch möglich direkt über die SE-Flanke anzusteigen. Doch so nah und verlockend der Gipfel schien, verspürten wir keine Lust ihm aufs Haupt zu steigen und uns dem eisigen Wind auszusetzen. Denn trotz Sonne war es brutal kalt, schätzungsweise -20 Grad oder noch kälter!


(Kurz vor der Bocchetta di Croslina || Auf dem Gh. Grande di Croslina, Pizzo Croslina 3012m im Hintergrund)

So liessen wir dieses Ziel schweren Herzens sausen, und machten und auf den Weg zum Pizzo Campo Tencia 3072m. Wir querten den Ghiacciaio Grande di Croslina, und stiessen schon bald auf die Aufstiegsspur, welche direkt vom Böc di Comasne respektive Canale Giovanelli hochführte. So konnten wir nach 1000 Höhenmeter Spurarbeit die letzten Meter gemütlich Richtung Gipfel schreiten. Gemütlich war es dann leider nicht, denn der Wind pfiff uns unterdessen um die Ohren und liess jegliche Gliedmassen erstarren. Es gelang mir gerade noch rechtzeitig meine gefrorene Nase wieder aufzutauen und zu schützen. In der Wärmeschicht fühlte es sich wieder besser an; Daune macht Laune wie man so schön sagt! Auf dem Gipfel genossen wir nichtsdestotrotz ein grossartiges Panorama, der Pizzo Campo Tencia war ein wunderbarer Ausguck.


(Pizzo Forno 2907m NW-Flanke || Gipfel Pizzo Campo Tencia 3072m)

Natürlich hatten wir uns die Gipfelrast etwas gemütlicher vorgestellt und wären gerne noch etwas länger verweilt, doch die Temperaturen liessen es leider nicht zu, wir wollten weiter. Aber noch konnten wir nicht zur Abfahrt ansetzen, denn wir hatten eine Variante angedacht, welche Dani bei einer vorgängigen Tour auf den Pizzo Forno erspähte. Dazu mussten wir nun zuerst noch den Pizzo Tencia Pkt. 3035m erklimmen. Mit aufgebundenen Ski stiegen wir dem Westgrat entlang bis zum höchsten Punkt. Der Wind bliess wiederum sehr unangenehm, doch was nimmt man nicht alles in Kauf für unverspurtes Pulvergelände...


 (Anstieg Pizzo Tencia Pkt. 3035m)

Auf der Gegenseite brauchten wir nur wenige Meter abzusteigen, dann konnten wir bereits in den Abfahrtsmodus umstellen. Der Anblick der tief verschneiten Flanken liess unsere Herzen höher schlagen. 1000 Höhenmeter unverpurter Pulver lagen unter uns bereit. Und dann konnte es losgehen. Die ersten Schwünge noch etwas verhalten, doch mit der Gewissheit, dass die Schneedecke stabil war, gab es schliesslich kein Halten mehr. Mit viel Speed schossen wir dem Talgrund entgegen, der luftig leichte Pulver gab uns das Gefühl zu fliegen. Als sich das Gelände öffnete, mussten wir uns etwas nach links halten, damit wir die Einfahrt ins Canale Giovanelli nicht verpassten. Dank der Spuren vom Pizzo Campo Tencia kommend war dies nicht zu verpassen. Das Canale war ebenfalls super eingeschneit, so konnten wir es perfekt mit Ski befahren, und rasch hinab in den Böc di Comasne 1900m gelangen.


(Powder Impressionen I)


 (Powder Impressionen II)

Wäre dies alleine schon eine rechte Tour gewesen, hatten wir uns in den Kopf gesetzt, nun auch noch den Pizzo Forno 2907m mitzunehmen. 1000 zusätzliche Höhenmeter, dass sollte gut zu schaffen sein. Nach einer kurzen Pause hatten wir somit noch einmal angefellt und mit dem Aufstieg begonnen. Die steile Rampe gleich zu Beginn liess sich in bestem Trittschnee überwinden, die Felsen darunter waren momentan bloss zu erahnen. Anschliessend brauchten wir lediglich der Spur zu folgen, Hirn ausschalten, gehen und atmen. Für mich ausnahmsweise einfacher gesagt als getan, da ich mit der alten Skiausrüstung unterwegs war und dummerweise vergessen hatte, die unterdessen ausgetrockneten (Colltex ct40) Felle zu kontrollieren und mit frischen Kleber zu versehen. Diese wollten nun partout nicht mehr am Ski haften, aber immerhing gelang es mir die Felle so zu befestigen, dass sie nicht vom Ski fielen. Trotzdem hatte es eine elende Rutschpartie zur Folge, von der Sohle bis zum Scheitel, vom Talboden bis zum Gipfel. Aber der Wille war schliesslich stärker, und so konnte ich trotz der Anstrengung doch noch auf dem höchsten Punkt aussteigen.


(Sicht vom Pizzo Forno 2907m zur Campo Tencia Gruppe || Fröhliche Gipfelbuben)

Dies hatte sich gelohnt, denn unterdessen hatte der Wind praktisch abgeflaut, und an der Sonne war es fast schon angenehm warm. Wir genossen die tolle Sicht auf die Campo Tencia Gruppe und die steilen Nordflanken, wo wir vor wenigen Stunden runterbrettern konnten. Doch es wartete ja nochmals eine Topabfahrt auf uns. Trotz einem Dutzend Abfahrtsspuren blieb noch viel Platz für eigene Spuren, und die Schneequalität war mindestens so gut wie am Campo Tencia zuvor. Nachdem wir uns mit Pulver vollgefressen hatten und sicher im Böc die Comasne gelandet waren, hiess es noch das Val Piumogna rausfahren. Trotz etwas Stockeinsatz auch hier noch sehr gute Verhältnisse mit Pulvereinlagen. Ziemlich groggi, aber auch ziemlich zufrieden, gelangten wir zurück zum Ausgangspunkt in Dalpe Pkt. 1206m. Fazit: Heute hatten wir wieder einmal den Jackpot geknackt! Wir genossen beinahe 3000 Höhenmeter Pulverabfahrten vom Allerfeinsten. Allerdings mussten diese hart erkämpft werden: Viel Spurarbeit, garstige Bedingungen und Materialprobleme hatten die Tour um einiges härter gemacht, dafür konnten wir den Erfolg schliesslich umso mehr geniessen! Einzig für das Triple Croslina-Tencia-Forno hatte es heute nicht gereicht, aber so haben wir einen guten Grund zurückzukehren...


(Powder Impressionen III)

Facts:

  • Route: Dalpe - Piumogna - Alpe di Croslina - Cap. Campo Tencia - Gh. Piccolo di Croslina 
  • Bocchetta di Croslina - Gh. Grande di Croslina - Pizzo Campo Tencia - Pizzo Tencia Pkt. 3035m - Canale Giovanelli - Böc di Comasne - Lavina di Croslina 
  • Passo di Ghiacciaione - Pizzo Forno - Passo di Ghiacciaione - Lavina di Croslina - Böc di Comasne - Piumogna - Dalpe.
  • Distanz: 30.4km 
  • Höhenmeter: 3100m
  • Verpflegung: 2 Energieriegel, 1 Gel, 0.5l Iso, 0.5l Sirup

Die Zeiten:

  • Start Dalpe Pkt. 1206m um 06:57 Uhr. 
  • Ankunft Dalpe Pkt. 1206m um 16:18 Uhr. 
  • Total ohne Pausen: 7:32 Std. 
  • Total mit Pausen: 9:12 Std.

Bemerkungen:
Für das Croslina Couloir sollten Steigeisen und Pickel zwingend im Sack sein. Die Schwierigkeiten im Einstieg zum Pizzo Forno 2907m sind stark verhältnisabhängig: Bei guter Schneelage kann hier im Schnee hochgestapft werden. Bei schlechter Schneelage verlangen die plattigen Felsen Kletterei im 2. Schwierigkeitsgrad, ev. kann ein Fixseil zuhilfe genommen werden. Steigeisen und Pickel sollte man ebenfalls dabei haben. Analog zu den Kinglines im nördlichen und südlichen Bedretto wäre die Kingline im Val Piumogna die Kombination von Pizzo Croslina 3012m, Campo Tencia 3072m und Monto Forno 2907m.

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