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Promi-Tour

CHRISTIAN PENNING, 19.11.2017

Arnold Hauswirth nickt dezent. Ja, natürlich hat auch er als Bergführer und Skilehrer schon den einen oder anderen Prominenten auf Gipfel geführt oder ihm gezeigt, wie man im Pulverschnee am besten die Kurve kratzt. Doch als es ums Namedropping geht, wird der schnauzbärtige Mittfünfziger einsilbig. Es mag wohl gerade an der unaufdringlichen Verschwiegenheit liegen, an dieser unaufgeregten, gelassenen Selbstverständlichkeit, weshalb Gstaad bei vielen Promis so hoch im Kurs steht. Diskretion ist Teil des Luxus, den der einstige Weiler seit rund 100 Jahren seinen betuchten Besuchern bietet. «Genau deshalb fühlen sie sich hier so wohl. Wenn Madonna auf die Piste geht oder einst David Bowie seine Skier auspackte, dann wird hier kein Aufheben drum gemacht. Gstaad hat etwas Mondä- nes und ist trotzdem ganz normal. «Deswegen fühlt sich bei uns auch der Tourengeher aus Bern wohl oder die Familie aus Zürich, die hier ein paar Tage im Schnee verbringen wollen», lenkt Arnold die Unterhaltung weg vom doch bisweilen nervenden Promi-Thema.

Und dann kommt er doch auf ein paar Berühmtheiten zu sprechen – nein, keine Leinwandhelden oder Finanzgrössen. Arnold erzählt von lokalen Grössen, von sanften Charakteren, aber auch von rauen Kerlen, die selbst ausgefuchsten Tourengehern schon mal die kalte Schulter zeigen. Er meint die umliegenden Gipfel: die Dreitausender, die südlich von Gstaad die Grenze zum Wallis markieren, aber auch die zahmeren Erhebungen wie das Wannehörli bei Saanenmöser oder das Steinmandli im Turbachtal. «Dank des Talkessels sind viele der einfacheren Touren windgeschützt, ideal zum Pulverfahren im Hochwinter», verrät Arnold. Zu den prominentesten, aber exponierteren Erscheinungen zählt die 2542 Meter hohe Giferspitz. 1500 Höhenmeter erhebt sie sich über den Ortskern von Gstaad. «Eine durchaus anspruchsvolle Unternehmung», gibt der Bergführer Jürg und Sibylle zum Tourstart mit auf den Weg.

Das älteste Gasthaus in Gstaad: das Posthotel Rössli. Chef Conroy Widmer ist selbst aktiver Sportler.

Doch aus dem Turbachtal hinauf zum Weiler Bärgli und zum Fuss des Gipfelmassivs geht es erst mal entspannt dahin. Verschneite Alpwiesen wechseln mit lichten Wäldern – typisch für das Saanenland. Auch wenn unten im Talboden die Learjets landen, die Kuhweiden prägen immer noch die Landschaft. 80 Alpen und 7000 Kühe gibt es in Gstaad – genauso viele wie Einwohner. Ein Zeichen für die trotz Glanz und Glamour noch allgegenwärtige Bodenhaftung der Bevölkerung.

Nur nicht den Boden unter den Füssen verlieren: Das ist auch Sibylles Ziel, als im zweiten Teil des Aufstiegs der steile Aufschwung am teils ausgesetzten GiferspitzNordgrat beginnt. Der erfahrene Freerider Jürg zeigt sich weniger beeindruckt von der schroffen Art des Promigipfels und legt mit überlegten, festen Tritten die Spur. Mit jedem Schritt nach oben gleicht die Perspektive mehr dem Blick von einem Gleitschirm, besonders, als nach gut vier Stunden Aufstieg der Gipfel erreicht ist. «Ach, wer braucht schon einen Heli!», winkt Jürg beim Gipfelpicknick mit elitärem 360-Grad-Panorama jovial ab. «Dank des Talkessels sind viele der einfacheren Touren windgeschützt, ideal zum Pulverfahren im Hochwinter.»

PRIVATJET PANORAMA
Nicht weniger imposant ist die Abfahrt. Nach kurzem Abstieg setzt Jürg die ersten Schwünge im nordseitigen Gipfelcouloir. Dann zieht er links hinaus an den Grat. Die Häuser von Gstaad liegen aus diesem Blickwinkel fast direkt unter ihm. Und mittendrin, wie ein Märchenschloss in einer Spielzeuglandschaft, das legendäre Gstaad Palace, eines der traditionsreichsten Luxushotels der Schweiz. Eine ähnliche Perspektive muss wohl Ex-Formel-1-Chef Bernie Ecclestone haben, wenn er im Privatjet hier einschwebt. Jürg aber steuert eine andere Route an. Gleitet hinab ins Berzgummloch. Hier wird der Berg wieder sanfter. Genussvolles Schwingen, weite Hänge – ja, auch auf Ski lädt Gstaad zum Schwelgen ein.

Zum Après gehört ein Bummel an der Promenade im Dorf. Das Zentrum von Gstaad ist autofrei. Boutiquen von Edelschneidern, Juweliere, dazwischen Sportshops und Cafés – alles alpenländisch gestylt. Lieber urig statt protzig, lautet die Devise. Zumindest, was die Fassaden betrifft. Sibylle und Jürg checken im Posthotel Rössli ein, dem ältesten Gasthaus in Gstaad, erbaut 1845. «Damals bestand Gstaad aus nicht mehr als einer Handvoll Häusern», erzählt Hotelier Conroy Widmer bei einem Plausch in der Lounge. Er führt das Haus bereits in der vierten Generation. Wichtiger als die Herkunft seiner Gäste sind ihm die sportlichen Aktivitäten, zu denen sie sich begeistern lassen. Schwarz-Weiss-Fotografien von lokalen Skisprung-Helden an den Wänden, die Basecap auf Conroys Kopf und der markige Händedruck verraten: Der Chef ist selbst Sportler durch und durch. Tourenwochen gehören bei ihm ebenso selbstverständlich zum Angebot wie modern interpretierte Traditionsgerichte aus dem Saanenland und dem Berner Oberland. Nebenbei engagiert sich Conroy als Vorstandsmitglied für das Nachwuchsförderprojekt Ski Future Saanenland.

ERSTE GONDEL ZUM GLETSCHER
«Future is now», könnte man sagen. Denn Guide Arnold hält für Sibylle und Jürg schon das nächste Projekt parat. «Wie wär’s mit einer Tour auf den Arpelistock?», lautet sein Vorschlag. Die erste Gondel bringt die drei am nächsten Morgen vom Col du Pillon auf den Les Diablerets Gletscher. Bis zum Gipfel geht man von der Liftstation gerade mal eine halbe Stunde. Eine kurze Genusstour mit grossartigem Panorama: Eiger, Jungfrau, Mönch, Matterhorn, Mont Blanc ... Doch das Tagesziel liegt noch ein gutes Stück weiter. In gemütlichen Schwüngen zieht das Trio den flachen Glacier de Tsanfleuron hinab zum Col du Sanetsch. «Vielleicht sollten wir jetzt das Postauto nehmen», witzelt Jürg dort. Aus dem Schnee ragt ein Halteschild. Im Sommer führt die jetzt bis zur Unkenntlichkeit zugeschneite Bergstrasse hinab ins Rhonetal bei Sion. Doch solange Schnee liegt, bleiben Ski die erste Wahl.

HAUTE CUISINE FÜR TOURENGOURMETS
Naja, nicht ganz. Der Südwestgrat hinauf auf den Gipfel des Arpelistocks ist teils sehr abgeblasen. Und so buckeln Jürg, Sibylle und Arnold ihre Bretter einen Teil der 800 Höhenmeter auf dem Rucksack. Dunkel, wie der Kraterrand eines Vulkans, schimmert der schottrige Fels. «Einen besseren Ausblick auf die Walliser Viertausender kannst du kaum haben», meint Arnold. Selbst südseitige Tourenabfahrten bis ins Rhonetal sind bei guten Bedingungen möglich – entweder direkt vom Arpelistock oder vom Gältehore und der Gältenlücke Richtung Süden. «Ein Traum bei guten Firnbedingungen», weiss der Bergführer. Doch er hat eine andere Variante vorgesehen. Das Rottal und das Fuggetäli ziehen nordseitig vom Geltengletscher zur Geltenhütte hinab. Und diese Abfahrten rangieren weit oben in der Gault-Millau-Skala für Tourengourmets.

Obwohl der letzte Schneefall schon ein paar Tage zurückliegt, schlängeln sich nur ganz vereinzelt Spuren die Hänge hinab. «Noch ein Vorteil an Gstaad», grinst Guide Arnold, während er zwischen den Schwüngen im stiebenden Pulver Luft holt. «Längst nicht alle Gäste kommen des Skifahrens wegen.» So bleibt genügend Platz für exklusive Erlebnisse im Tourengelände. Weiter geht die Pulverorgie. «Wenn dir der Sinn nach Mehrtagestouren steht, ist hier ein guter Stützpunkt», überlegt Arnold beim verdienten Pausen-Panaché an der Geltenhütte. Die Hütte liegt auf der Strecke der Skitouren-Haute-Route Wildhorn – Wildstrubel. Ersteres ist auch als Tagestour von der Geltenhütte aus gut machbar. Doch dafür ist es bereits zu spät.

FINALE MIT EISIGEM NADELÖHR
Ski an, und weiter! Das Finale wird nochmals furios. Von der Hütte führt die Abfahrt in einen engen Tobel zwischen Felswänden. Nadelöhr ist der Geltenschuss. Der Wasserfall ist bereits aufgetaut. Vorsichtig drücken sich Sibylle und Jürg hinter dem Fall am Fels entlang. Das sprühende Wasser ist am Boden gefroren. Ein Eispanzer überzieht das Schneefeld. Jetzt nur nicht ausrutschen! Ein paar Minuten später können die beiden wieder in den Genussmodus schalten. Die letzten Schwünge führen hinab ins Geltenbachtal und hinaus zum Louwenesee. «I weiss no guet, wo ni ar Suunä bi gsässä. Wit awäg vom Lärm vo dr Stadt. I weiss no guet, wie i ha chönne vergässe, dert hindä bim Louwenesee ...», singt Jürg leise vor sich hin. Natürlich ist der Ohrwurm der Mundart-Band Span nicht so bekannt wie die Hits von Madonna oder David Bowie. Eines aber trifft er: die Seele der Region. Und die Softrocker von Span hat er zu Promis gemacht – zumindest in Gstaad und im Saanenland.

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