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Tags: Wissen, Klettersteig

Via Ferrata Sets - Die neue Klettersteignorm

Matthias Schmid, 15.06.2017

Klettersteige erfreuen sich bereits seit längerem stets wachsender Beliebtheit. In vielen Regionen schiessen diese daher schon fast wie Pilze aus dem Boden. Dahinter steht aber durchaus eine umfassende Planung, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Klettersteige werden z.B. meist nur in Wandpartien gebaut, welche für Kletterer uninteressant sind und natürlich spielen auch Überlegungen zum Naturschutz, bei der Erschliessung neuer Gebiete oder auch nur eines weiteren Klettersteigs, eine grosse Rolle. Klettersteiggehen bietet ein ganz besonderes Erlebnis in den Bergen; Die benötigte Ausrüstung ist überschaubar; die Tourenplanung verhältnismässig einfach und die nötigen Techniken intuitiv: So kommen je länger je mehr Abenteurer und klassische Wanderer von Jung bis Alt, auf den Geschmack des Klettersteiggehens.

Stürzen Verboten
Die Grundtechnik des Klettersteiggehens ist schnell erklärt. Dennoch ist eine seriöse Vorbereitung sehr wichtig. Bergschulen bieten hier eine Vielzahl interessanter Kurse an, um die nötigen Techniken zu erlernen und sich mit den Gefahren des Klettersteiggehens vertraut zu machen. Immer wieder kommt es auf Klettersteigen zu schweren Unfällen aufgrund mangelhafter Tourenvorbereitung, oder unvollständiger Ausrüstung. Klettersteiggeher mit nicht Normgerechter oder selbstgebastelter Ausrüstung sind leider keine Seltenheit. Im Falle eines Sturzes bieten solche Konstruktionen aber keinerlei Schutz. Bei einem Sturz, entwickeln sich bereits bei geringen Sturzhöhen enorm grosse Kräfte. Nur ein einwandfreies Klettersteigset, schafft es diesen enormen Kräften standzuhalten und den Fangstoss auf ein körperverträgliches Mass abzufedern. Durch die enge Verbindung mit dem Drahtseil, ist im Falle eines Sturzes zudem die Wahrscheinlichkeit hoch, sich an hervorstehenden Metallteilen oder Felsvorsprüngen schwere Verletzungen zuzuziehen. Auf dem Klettersteig gilt es daher jeden Sturz zu vermeiden.

Neue Norm
Mit der Verwendung neuer Materialien, modernster Technologien und gestiegenen Anforderungen an die Sicherheit, wurde auch die Norm für Klettersteigsets erneuert. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Entwicklung der Klettersteigset-Norm:

Test EN 958:2017 EN 958:2011
Prüfung der dynamischen Belastbarkeit Gewicht: 40 kg / 120 kg Stahlmasse
Fallhöhe: 5 m
Maximaler Bremsweg: 2.2 m
Maximaler Fangstoss: 3.5 kN (40 kg) / 6 kN (120 kg)
Gewicht: 80 kg Stahlmasse
Fallhöhe: 5 m
Maximaler Bremsweg: 1.2 m
Maximaler Fangstoss: 6 kN
Prüfung der dynamischen Belastbarkeit bei Nässe Gewicht: 120 kg Stahlmasse
Fallhöhe: 5 m
Maximaler Bremsweg: 2.2 m
Maximaler Fangstoss: 8 kN
Nicht vorhanden
Prüfung der statischen Ansprechkraft 1.3 kN 1.2 kN
Prüfung der statischen Festigkeit des kompletten Systems 12 kN 9 kN
Prüfung der statischen Festigkeit nichtelastischer Lastarme 15 kN Nicht vorhanden
Prüfung der statischen Festigkeit der Rastschlinge 12 kN Nicht vorhanden
Ermüdungstest für elastische Lastarme Zyklen: 50‘000
Rate: 0.5 Hz
Restbruchkraft: 12 kN
Nicht vorhanden


Bei der neuen Norm werden die Klettersteigsets also nicht mehr nur mit 80 kg geprüft, sondern einheitlich mit 40 und 120 kg. Die neuen Klettersteigsets sind daher für alle Personen zwischen 40 und 120 kg geeignet. Um das zu erreichen, wurde der Maximale Bremsweg etwas verlängert. So kann ein Sturz langsamer abgefedert werden. Bis anhin hatten viele Marken in eigener Regie Tests durchgeführt, um einen Gewichtsbereich für ihre Klettersteigsets definieren zu können. Neu sind diese Angaben einheitlich. Besonders leichte und schwere Personen, profitieren also besonders von der neuen Norm. Anwender zwischen ca. 50 kg und 90 kg, können auch ein Klettersteigset nach bisheriger Norm verwenden.

Empfehlung für den Kauf
Klettersteigsets haben unterschiedlich lange Lastarme, was bedeutet, dass Körpergrösse bzw. Armlänge bei der Wahl eine wichtige Rolle spielen. Die richtige Länge ist gegeben, wen man seine Armlänge möglichst voll ausnutzen könnte und gleichzeitig die Lastarme aber nicht zu lang sind, so dass man beim Rasten in den Lastarmen, das Drahtseil noch greifen könnte. Bei den Karabinern empfiehlt es sich,  unterschiedliche Typen durchzuprobieren. So findet man am besten den perfekten Karabiner. Denn nicht vergessen: Diese Karabiner müssen bei jedem Klettersteig viele, viele, viele Male betätigt werden.
Die Klettersteigsets nach der Neuen Norm bieten grosse Vorteile für Personen unter ca. 50 kg und über ca. 90 kg. Personen zwischen 50 und 90 kg können auch ein Klettersteigset wählen, das nach der bisherigen Norm mit 80 kg getestet wurde. Bei Personen über 120 kg sollte zusätzlich eine Seilsicherung angewendet werden. Das gleiche gilt bei Personen unter 40 kg. Bei Kindern spielt zudem die physische und mentale Reife eine sehr wichtige Rolle. Ein Kind über 40 kg, hat nicht auch automatisch die nötige Reife, um sich stets korrekt auf einem Klettersteig zu sichern. Hier wird dann eine gute Betreuung umso wichtiger.

Aufbau
Ein Klettersteigset besteht aus wenigen Teilen, welche aber alle einen ganz bestimmten Zweck erfüllen:

Der Fangstossdämpfer nimmt im Falle eines Sturzes einen Teil der Sturzenergie auf und bremst so den Fall auf ein körperverträgliches Mass ab. Prinzipiell gibt es zwei verschiedene Systeme Fangstossdämpfer. Die Reibungsfalldämpfer (auch Silbremse genannt) und den Bandfalldämpfer. Reibungsfalldämpfer werden heute praktisch nicht mehr verwendet, da sie diverse Nachteile haben. Bei Reibungsfalldämpfern, läuft ein Seil mehrfach durch eine Metallplatte. Die Reibung zwischen Seil und Metallplatte, nimmt im Falle eines Sturzes einen Teil der Sturzenergie auf. Alterungsprozesse und Schmutz führen aber dazu, dass das Seil unkontrollierbar an Flexibilität verliert und so der Dämpfer rasch nicht mehr optimal arbeiten kann. Bandfalldämpfer sind hingegen deutlich zuverlässiger. Bei einem Bandfalldämpfer wird eine Schlinge speziell vernäht, so dass im Falle eines Sturzes speziell vordefinierte Nähte aufreissen, um den Sturz abzufedern. Die Kräfte bei einem Sturz sind enorm hoch. Ein Klettersteigset muss daher ersetzt werden, sobald der Fangstossdämpfer ganz oder teilweise ausgelöst wurde. Dies gilt sowohl für Seilbremsen, als auch für Bandfalldämpfer.

Um das Klettersteigset mit dem Klettergurt zu verbinden, benötigt es eine Einbindeschlaufe. Meist wird diese mit einem Ankerstich am Klettergurt festgebunden. Es gibt aber auch vereinzelt andere Systeme. Im Zweifelsfall hilft hier die Bedienungsanleitung problemlos weiter.

Sehr wichtig sind auch die Karabiner, um sich mit dem Drahtseil zu verbinden. Bei den Karabiner gibt es verschiedenste Verschlusssysteme; welches sich am besten und leichtesten bedienen lässt, kann nicht pauschal beantwortet werden, sondern hängt sehr von den persönlichen Vorlieben ab. Viele Hersteller verwenden den ursprünglich von Salewa entwickelten, Attac-Karabinertyp, der allgemein sehr gut umzuhängen ist. Dieser Karabinertyp mit seiner „Ballen-/Daumenöffnung“ wurde laufend weiterentwickelt und so bieten verschiedene Hersteller heute eigene Varianten an, die fast durchwegs ein angenehmes Handling garantieren. Doch auch die „guten alten“ selbstständig schliessenden Karabiner mit einer klassischen Schiebhülse haben ihre Vorteile und Anhänger. Allgemein erleichtern Karabiner ohne Nase (Keylock System) das Umhängen, da sie nicht am Drahtseil hängen bleiben können.

Manche Systeme sind mit einer Rücklaufsicherung ausgestattet. Diese soll im Falle eines Sturzes sofort blockieren und so die Sturzhöhe auf ein Minimum reduzieren. Leider funktionieren diese Systeme aber noch nicht in allen Situationen. Daher lohnt es sich kaum ein solches System mitzunehmen.

Die Verbindung zwischen Karabinern und Fangstossdämpfer wird als Lastarme bezeichnet. Je nach Hersteller sind diese Lastarme unterschiedlich lang, was bedeutet, dass man das passende Set anhand seiner Körpergrösse bzw. Armlänge auswählen muss. Praktisch sind elastische Lastarme. Diese verheddern sich weniger und erleichtern die Handhabung auf Tour.

Die komfortablen Klettersteigsets, sind zudem mit einem Wirbel ausgestattet. Dieser verhindert ein Verwickeln der Lastarme. Zwingend nötig, ist ein Wirbel nicht. Dennoch haben sich diese in der Praxis als äusserst hilfreich erwiesen. Am besten versuchst du das gleich mal selbst…

Vereinzelt haben Klettersteigsets auch noch zusätzlich zu den Lastarmen eine Rastschlaufe. Diese ist auch mit dem Bandfalldämpfer verbunden und ermöglicht es, sich bei einer Pause nahe am Drahtseil anzubinden. Natürlich bleiben die Klettersteigkarabiner dennoch immer mit dem Drahtseil verbunden. Bei einer Rast kann man sich daher auch einfach „in die Klettersteigkarabiner setzen“. Wichtig sind solche Techniken bei ganz steilen, oder sogar überhängenden Klettersteigen.

Seilverwendung auf dem Klettersteig
Prinzipiell sollte man am Klettersteig keine klassische Seilsicherung anwenden, da diese mit einem relativ hohen Aufwand, bei vergleichsweise geringem „Mehrnutzen“ verbunden ist. Allerdings kann der Einsatz eines Sicherungsseiles bei Kindern, besonders leichten oder schweren Personen und auch überforderten Personen dennoch Sinn machen. Ein spezielles Seil-Set für Klettersteige, ist hier am praktischsten in der Anwendung. Zudem kann dessen Handhabung meist rasch erlernt werden.

Klettersteiggehen mit Kindern
Klettersteiggehen fordert ein hohes Mass an Eigenverantwortung. Bereits kleine Stürze oder Anwendungsfehler, können sehr schwerwiegende Folgen haben. Daher müssen Kinder auf Klettersteigen eng betreut werden. In manchen Passagen ist es für kleinere Kinder zudem fast unmöglich die Karabiner selbst umzuhängen. Hier hilft es genügend Zeit einzuplanen und helfend zur Seite zu stehen. In steilen Passagen kann auch eine Seilsicherung sehr hilfreich sein.

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