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Tags: Lagerfeuergeschichten

Expedition mit der Alpirama-Gruppe

Lionel Corboz, 25.03.2020

Meine Jugend wurde stark von einem etwas verrückten Projekt eines Walliser Bergführers, Michel Siegenthaler, geprägt. Sein Projekt war folgendes: Er nahm sich vor, mit einer Gruppe junger Mitbestreiter jedes Jahr einen, oder mehrere, Gipfel zu besteigen, der 1'000 Meter höher sein sollte, als derjenige des Vorjahres.

Im Juli 2009, ich war gerade 18 Jahre alt, flogen wir also los nach Bishtek, der Hauptstadt von Kirgistan. Von da aus gelangten wir weiter nach Kashgar, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Xingyang, mit dem Ziel, den Mustagh Ata (7546 m.) zu erklimmen.

Das Abenteuer beginnt bereits, als wir gerade die chinesische Grenze überschritten haben und es in der Stadt Attentate gibt. Zwei Tage lang sind wir in unserem Hotel eingesperrt und uns bleibt nichts übrig, als die Strasse zu beobachten, die jetzt voller Lastwagen mit Militärpatrouillen sind.

Sobald die Sperren aufgehoben werden, beeilen wir uns, das Base Camp des Gipfels, den wir bezwingen wollen, zu erreichen. Diese befindet sich bereits auf derselben Höhe wie der Gipfel des Matterhorns. Zeit, und sich Zeit zu nehmen, ist wichtig, denn je länger die Akklimatisation dauert, desto wirkungsvoller ist sie. Es folgen also Hin- und Rückwanderungen zu den Höhencamps (es sind vier an der Zahl) und das Montieren von Fixseilen an den Stellen mit steiles Séracs und Gletscherspalten. Die Tage reihen sich aneinander, akzentuiert lediglich von mehreren Fondues, direkt aus der Schweiz importiert, die wir während der Ruhetage geniessen.

Eine Woche vor unserer geplanten Heimreise melden die Meteo-Dienste vier schöne Tage, gefolgt von einer sehr aktiven Kaltfront. Da bleiben keine Zweifel offen: Wir müssen den Gipfelsturm sofort wagen! Leider hatten wir noch keine Zeit, bis zum Camp 4 vorzudringen. Wir müssen also innerhalb von nur zwei Tagen bis auf eine Höhe von 6'800 Meter emporsteigen (höher, als die Mehrheit der Gruppe jemals war), dort übernachten, den Gipfel erklimmen und wieder absteigen. Immerhin wird der Abstieg vereinfacht, da wir mit Skis unterwegs sind. Die Nacht in dieser Höhe war rau und die Kaltfront schritt schneller voran als vorhergesehen. Ohne Sicht und starr vor Kälte zeigte uns nur der Blick auf das GPS, dass wir den Punkt erreicht hatten, den wir als Gipfel akzeptierten.

Trotz allem erlaubten uns die Niederschläge, gefolgt von einem kurzen Schönwetterfenster, eine Abfahrt, die sich für immer in meinem Gedächtnis eingraviert hat. Der Pulverschnee, der unter meinen Skispitzen hervorspritzt und die zarten, weiten Hänge, die sich auf die weiten Ebenen des Himalayas öffnen, liessen meine Beine brennen und mein Herz schneller schlagen als jemals in den Alpen!

Am Ende unserer Kräfte angelangt, gelingt es uns nicht, alle Zelte in die verschiedenen Camps mitzutragen. Wir müssen also einen kirgisischen Träger um Hilfe bitten, um uns die Zelte holen zu gehen. Der Spottpreis (aus unseren Augen) von 300 Dollar war für ihn eine solche Goldgrube, dass er sich sehr beeilt. Als er zurückkommt, ist er so dehydriert, dass er bei seiner Ankunft ohnmächtig wird. Unter den besorgten Blicken seiner Frau und Kinder geben wir ihm eine Infusion mit einer Salzwasserlösung. Zum grossen Erstaunen seiner Angehörigen kommt er schnell wieder zu Bewusstsein. Extrem dankbar, dass wir ihn «gerettet» hatten, lädt er uns zu sich in seine Jurte ein und schlachtet eigens dafür eine Ziege.

Die Heimkehr nach Hause ist sehr mühsam. Ein kirgisischer Zöllner, der wohl etwas verschlafen ist, vergisst, und ein Visum für die Rückkehr zu bewilligen, was uns dazu zwingt, von China aus einen Flug zu nehmen, der uns den Anschuss auf den eigentlichen, von Kirgistan her geplanten, Flug erlaubt. Und natürlich ist unser Gepäck bei unserer Ankunft in der Schweiz nicht da!

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