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Tags: Freeride, Skitour

Kunststoffkameraden

Christian Penning & Jürg Buschor, 11.11.2020

Sie sind wie Touren-Kumpels – entweder passen sie zu einem – und man hat eine Menge Spass. Oder sie passen nicht – dann kann’s schon mal Stress geben. Die Rede ist von Touren- und Freeride-Skischuhen mit Geh-Mechanismus. Wir erklären, worauf bei der Partnerwahl zu achten ist.

Die Anforderungen an Skitourenschuhe sind enorm widersprüchlich. Für Aufstiege sollen sie möglichst leicht sein und viel Bewegungsfreiheit bieten. Auf Abfahrten müssen sie gewaltigen Kräften standhalten und dem Fuss möglichst stabilen Halt geben, der dennoch eine dosierte Flexibilität zulässt. Das Anforderungsprofil verändert sich zusätzlich mit dem Einsatzzweck, weshalb eine saubere Bedürfnisabklärung dem Schuhkauf vorangeht, wie auch Ernst Schärer, Produkt Manager Skitourenschuhe, bei Bächli Bergsport erklärt: «Skitourenschuhe sind sehr beratungsintensiv. Zuerst gilt es zu klären, wofür der Schuh mehrheitlich eingesetzt wird. Ausserdem spielen die Einsatzhäufigkeit und das skifahrerische Können eine entscheidende Rolle.» Schärer betont auch die Wichtigkeit sinnvoller Produktkombinationen, denn nicht jeder Skischuh harmoniert mit jeder Skitourenbindung. «Auch in der Kombination aus Ski und Skischuh gibt es mehr oder weniger sinnvolle Paarungen. Darauf weisen wir im persönlichen Beratungsgespräch hin.»


Passform = Funktionalität + Spass

«So wirklich glücklich wird der Kunde erst dann, wenn der Schuh auch wirklich passt», sagt der Skischuhprofi Schärer. In einem ersten Schritt werden deshalb bei Bächli Bergsport die Füsse vermessen und optisch beurteilt. Gibt es besondere Merkmale wie ein Überbein, Hallux, einen hohen Rist, besonders breite Fersen oder einen Senkfuss? Dank viel Erfahrung können die Verkäuferinnen und Verkäufer in den Bächli-Filialen bereits eine Vorselektion aus den über 30 zur Auswahl stehenden Modellen treffen, bevor’s zur Anprobe kommt. Ein perfekt passender Tourenskischuh bietet enorme Vorteile. Er hilft, das Fahrkönnen zu verbessern. Er spart Kraft, man ermüdet weniger. Er ist komfortabel, verursacht im besten Fall keine Schmerzen oder unangenehme Druckstellen. So macht Tourengehen und Skifahren Spass.


Wieso Passform und Tragekomfort für viele Skifahrer immer noch ein leidiges Thema sind, hat auch mit einer ganz simplen Tatsache zu tun: Von Natur aus ist der menschliche Fuss nicht zum Skifahren geschaffen. Seine «Konstruktion» ist sehr flexibel und damit perfekt für dynamische Bewegungen wie das Laufen oder Gehen auf weichem Untergrund. Steigt man in relativ starre Skischuhe, die notgedrungen auf den durchschnittlichen Normalfuss ausgelegt sind, hat das spürbare Folgen: Verspannungen, Druck- und Scheuerstellen. Die sollte ein guter Skitourenschuh möglichst zu vermeiden helfen. Die feste Aussenschale lässt den Skischuhkonstrukteuren nur relativ wenig Spielraum, individuell unterschiedliche Fussformen auszugleichen. Trotz thermoformbarer Innenschuhe wird deshalb selbst bei gleicher Grösse längst nicht jeder Tourenschuh gleich gut passen. Um breiteren oder schmaleren Fussformen gerecht zu werden, arbeiten die Hersteller mit unterschiedlichen Leistenbreiten. Der Leisten ist sozusagen ein künstliches Fussmodell, das grob die Fussform wiedergibt. Doch selbst die Passform von Schuhmodellen mit gleicher Grösse und gleicher Leistenbreite kann recht unterschiedlich sein – da hilft nur Anprobieren. Und bei Bedarf hilft eine Anpassung der Schuhschale oder des Innenschuhs durch Thermoverformung oder mechanische Bearbeitung, wie sie Bächli Bergsport in jeder Filiale anbietet. Und das nicht nur beim Kauf des Schuhs, sondern bei Bedarf auch noch Monate danach, wenn nach einigen Skitouren die Problemzonen bekannt sind. «Viele Probleme lassen sich allerdings bereits mit der richtigen Wahl der Skisocke lösen, wie unsere Erfahrung zeigt», erklärt Ernst Schärer.


Guter Sitz – worauf kommt es an?

Eine stabile Innensohle bildet das Fundament im Skischuh. Der Fuss erhält mehr Unterstützung, ermüdet weniger. Die Kraftübertragung verbessert sich spürbar. Auch können Fehlstellungen des Fusses korrigiert werden, was Druck- und Scheuerstellen zu vermeiden hilft. «Die serienmässig verbauten Innensohlen sind meist recht dünn und labil», weiss Ernst Schärer aus Erfahrung. «Damit der Fuss gerade im Schuh steht, ersetzen wir die Seriensohlen meist durch hoch qualitative Standardsohlen oder individuell angepasste Innensohlen.»

Essenziell für die Passform ist ein fester Sitz der Ferse im Schuh. Andernfalls drohen ebenfalls Blasen, Scheuer- und Druckstellen. Und es fällt schwerer, den Ski exakt zu steuern. Mehr Raum bieten sollte dagegen die Zehenbox. Man sollte die Zehen noch leicht bewegen können. Das verbessert die Sensibilität im Fuss und eine gefühlvolle Skisteuerung. Zusätzlich gewährleistet eine geräumige Zehenbox eine gute Durchblutung. Die Zehen bleiben länger warm.

Auch die Position des Verbindungsgelenks von Schaft und Schale hat einen wesentlichen Einfluss auf Passform und Performance. Sie sollte mit dem Sprunggelenk übereinstimmen. Ist das nicht der Fall, wirkt sich das nachteilig auf die Fahrperformance aus. Gibt der Skiläufer Druck nach vorne, wird dieser Druck wegen der Achsverschiebung von Sprunggelenk des Fusses und Schuhgelenk nicht geradlinig und nicht effektiv Richtung Skispitze übertragen. Zudem kann es beim Flexen des Schafts zu deutlichen Verformungen der Schale kommen.


Flex und Steifigkeit

Über kaum einen Aspekt bei Tourenskischuhen wird kontroverser diskutiert als über die Steifigkeit, den sogenannten Flex. Nicht ohne Grund: Studien haben gezeigt, dass das Flex-Verhalten einen klar spürbaren Einfluss auf die Skifahrtechnik hat. Ein Skischuh übernimmt im Zusammenspiel mit Bein, Fuss und Ski ähnliche Funktionen wie eine Federgabel bei Mountainbikes. Er übernimmt die Aufgaben eines Stossdämpfers und ist wichtig für die Steuerung. Der Flex ist, vereinfacht ausgedrückt, die Steifigkeit, die der Skischuh dem Unterschenkel entgegensetzt, wenn er beim Abfahren nach vorne (oder beim Aufkanten seitlich) gegen den Schaft drückt. Eine härtere Schale leitet Bewegungsimpulse vom Fuss direkter und schneller an den Ski weiter. Im Schaft sollte jeder Schuh nach vorne etwas nachgeben.

Dieser Flex ist wichtig, um das Sprunggelenk in der Schwungsteuerung beugen zu können. Der Flex sollte progressiv sein, sprich: Je weiter das Schienbein Schaft und Zunge nach vorne drückt, desto mehr Widerstand sollte der Schuh bieten. Bei zu weichen Schuhmodellen wären zum Beispiel bei starken Kompressionen und Landungen nach Sprüngen Fussverletzungen nicht ausgeschlossen. Ein ausreichend straffer Flex bedeutet also auch eine Schutzfunktion des Sprunggelenks und der damit verbundenen Bänder, Sehnen und Muskeln. Je nach Bauart können sich weiche Skischuhschalen spürbar verformen, was zu Problemen wie zum Beispiel Druck im Ristbereich führen kann.

Die Härte des Skischuhs sollte dem Gewicht, der Kraft und dem Fahrstil des Skifahrers entsprechen, aber auch auf den Charakter und die Steifigkeit der Ski abgestimmt sein. Das gilt auch für die Wahl der Schnallen, die je nach Anzahl und Positionierung einen erheblichen Einfluss auf Steifigkeit und Flexlinie hat. Ist der Schuh zu hart, wird das Sprunggelenk blockiert, der Fahrer sitzt nach hinten ab und bringt nicht genügend Druck auf die Skischaufel. Gefragt ist also, wie so oft im Leben, die richtige Balance. Die zu finden, dazu dient auch das Beratungsgespräch in einer der zwölf Bächli-Filialen.


Flex-werte nicht vergleichbar

Obwohl fast jeder Skischuhhersteller Flex-Werte seiner Modelle angibt, sind diese Werte nicht vergleichbar, weder die der Hersteller untereinander noch die von Alpin- und Tourenskischuhen eines Herstellers. Hohe Flex-Werte (klassisch 130 für sportliche Schuhmodelle) signalisieren eine höhere Steifigkeit als die von Schuhen mit niedrigeren Werten (Flex 100). Wie stark sich solche Flex-Werte unterscheiden, ist in keiner Weise standardisiert. Um dem Mythos Flex auf den Grund zu gehen, hat die Technische Universität München TUM einen eigenen Prüfstand zu Ermittlung vergleichbarer Flex-Werte entwickelt. Um das Flex-Verhalten bei unterschiedlichen Temperaturbedingungen nachzuvollziehen, wurden die Untersuchungen in einer Klimakammer an der TUM durchgeführt: Mit 23 °C wurde die Raumtemperatur im Skishop simuliert, mit plus 5 °C Frühjahrstemperaturen am Berg und Winterbedingungen mit einem weiteren Testdurchgang bei minus 10 °C.

Damit kann simuliert werden, wie sich die Schuhe bei tiefen Temperaturen verhärten. Gleichzeitig wurde ermittelt, wie viel Schwitzfeuchtigkeit die Innenschuhe aufnehmen können, wie schnell sie zurücktrocknen und wie hoch die Isolationswerte sind – alles entscheidende Faktoren für den Komfort. Die Testresultate der gängigsten Skitourenschuhmodelle liegen den Beraterinnen und Beratern von Bächli Bergsport vor, sodass eine möglichst objektive Beratung auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse möglich ist. Mit viel Wissen und Erfahrung kann damit sichergestellt werden, dass es bei der Tourenpartnerwahl zu keinen bösen Überraschungen kommt.

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