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Movement - Partnercheck

THOMAS EBERT, 20.11.2017

Im Grunde genügt dieses eine Bild, um die Philosophie der Marke Movement zu verstehen. Es hängt in Puidoux am Genfer See, im Büro des Firmengründers Serge Baud und zeigt Baud, selbst beim Abfahren durch eine furchtbar enge und steile Altschneerinne. Splitterfasernackt.

Nach den wilden «Fantasy Island»-Designs der frühen Jahre dominiert bei Movement-Showroom heute der Minimalismus: Edles Schwarz, gezielte Farbtupfer.

Mit unkonventionellem Denken und Besinnung auf die eigenen Stärken hat sich Movement einen klangvollen Namen im Tourenski-Segment erarbeitet. Zu Zeiten, als Skimarken je genau einen Tourenski im Sortiment führten, kerzengerade und einigermassen leicht, experimentierte der Skirennläufer und Snowboardpionier Baud damit, das Prinzip der Schneesurfer auf Ski zu übertragen. «Er hat gespürt, dass das Snowboarden abflauen könnte. Die Idee, das Auftriebsprinzip auf Ski zu übertragen, war natürlich genial – und auch, dass er andere Leute gefunden hat, die daran geglaubt haben», erzählt Jean-Pierre Erni, der seit den Anfangstagen von Movement dabei ist und sich heute um den Vertrieb kümmert. Allen voran fand Baud den Vater seines Freundes Jean-François, den Modeunternehmer Richard Cattaneo. Als Geldgeber stieg Cattaneo schon 1990 bei Bauds Snowboard-Firma Wild Duck SA ein. 1999 ist die Geburtsstunde der Skimarke Movement. Von Anfang an geht es um Ski für’s Gelände: Tourenski, Freeridelatten, Hauptsache etwas für den Pulverschnee. Bereits zwei Jahre später rollt die erste Ski-Serie aus der Fabrik, ehe im Jahr 2004 der grosse Knall folgt. «Der Red Apple war der Ski, den man damals nicht machen durfte», lacht Erni. Es war der erste Tourenski, der unter der Bindung breiter als 70 Millimeter war. Eine so unkonventionelle wie erfolgreiche Idee: Den «Red Apple» zierte ein Apfel, in Anlehnung an den Nationalhelden Tell. Dank des guten Auftriebs und erleichtertem Abfahrtsspass war der Ski bald so beliebt, dass man im Waadtland nur noch von «la marque avec la pomme» sprach, der Marke mit dem Apfel. Woraufhin Movement begann, ihn auf alle Ski zu platzieren.

Neben dem Apfel hatte sich auch das Prinzip deutlich breiterer Ski in den Köpfen der Tourengeher festgesetzt. Natürlich auch dank anderer, grösserer Marken, die nachzogen und wichtige Marketing-Arbeit für das Auftriebsprinzip leisteten, wie Erni unumwunden zugibt. Dass der Red Apple kein One-Hit-Wonder blieb, verdankt die Firma dann auch einem glücklichen Umstand: Cattaneo und Baud gelang es, im Jahr nach dem «Red Apple» eine aufgegebene Produktionsstätte in Tunesien zu übernehmen. Etwas südlich von Tunis hatte auch die Snowboardfirma Nidecker erste Infrastrukturen errichtet, sodass in dem nordafrikanischen Land das Knowhow in der Holzpressverarbeitung stetig wuchs. Mit der eigenen Produktionsstätte kann die nahezu unglaublich kleine Firma – noch immer zählt die Belegschaft in Puidoux nur zehn Personen – in grosser Unabhängigkeit Skimodelle in die Tat umsetzen. «Wir wären niemals da, wo wir sind, wenn wir nicht die eigene Herstellung hätten», sagt Erni. «Wenn wir, wie so viele andere, kleine Marken, bei Fremdherstellern fertigen müssten, hätten wir sicher keine X-Series machen können.» Keine engen Produktionsfenster, keine Vorgaben, keine Angst, kopiert zu werden: «Das ist unser Spielplatz, und wir müssen ihn nicht teilen. Darum sind wir so erfolgreich«, sagt Erni.

Die Unabhängigkeit in der Produktion kostet Movement mit einer bemerkenswerten Innovationsfreudigkeit aus. «Wir haben nie viel Geld in Werbung gesteckt», erzählt Erni in den blitzsauberen Showrooms in Puidoux, «lieber in neue Formen und Materialien». In den erwähnten X-Series wurde eine besonders leichte und haltbare Glasfaserverarbeitung verbaut, wie sie auch in der Top- Jacht Alinghi zum Einsatz kam. Horizontal verbaute Seitenwangen, eigens angefertigte, in fünf Richtungen verklebte Kohlefasermatten, fliessende Übergänge von der Bindungsplatte in die Schaufel für hohe Torsionswerte: An Ideen herrscht bei Movement kein Mangel, und dank der eigenen Produktion sind die Prototypen fünf Wochen später im Schnee. Wer nun ein gigantisches Entwicklungsbüro in Puidoux vermutet, in dem hochkomplexe CAD-Programme auf den Bildschirmen flimmern, liegt daneben. «Wir haben es mit Millimeterpapier und Metallschablonen gelernt», sagt Erni, «und es funktioniert. Wir bauen vor allem mit Erfahrung.» Keine Berechnung von Zugfestigkeiten, keine Simulationen am Rechner? «Wir testen nicht im Labor, sondern auf Schnee. Das wirkt altmodisch, aber es zeichnet uns aus. Wenig mit CAD zu machen, heisst nicht, dass das Produkt am Ende nicht revolutionär sein kann.»

Skibau nach alter Schule, Trial and Error, ganz im Geiste, in dem Serge Baud seinem Freund und «Teamfahrer» Jean-François Cattaneo die Snowboards in der Garage laminierte. Was Movement auszeichnet, hält auch die Firmengrösse überschaubar. «Wir sind alle Skifahrer. Von der ersten Idee bis zum Vertrieb an die Händler sind die gleichen Leute wie bei der Gründung beteiligt.

«Wir sind alle Skifahrer. Von der ersten Idee bis zum Vertrieb an die Händler sind die gleichen Leute wie bei der Gründung beteiligt.»
JEAN-PIERRE ERNI

Das hat man sonst nur noch in kleinen Manufakturen», sagt Erni. Dabei soll es bleiben, und daher sind dem Wachstum Grenzen gesetzt. Die grosse Aufgabe für die Zukunft wird sein, diesen Spirit beizubehalten – nach drei schneearmen Wintern und der Eurokrise, die auch an Movement nicht spurlos vorüberging. Eine Herausforderung in der Sportartikelbranche, die verstärkt auf die Zahlen schaut. «Früher haben wir an der ISPO noch Kicker gebaut und uns von Motocross-Bikes drüberziehen lassen», erinnert sich Erni. Seit 2015 ist das börsennotierte Unternehmen Airesis («Le Coq Sportif») nahezu alleiniger Eigentümer von Movement. Die Weichen wurden rechtzeitig gestellt – im August 2017 verstarb der Mitgründer und Financier Richard Cattaneo im Alter von 87 Jahren. Dennoch: Das Image der Marke ist gut, die Mund-zu-Mund-Propaganda wirkt. Und die Produktpalette wurde nach Jahren des Ausuferns wieder verschlankt: Freerider, Tourengeher, Rennläufer sind die erklärten Zielgruppen, auf die man sich bei Movement mit einer klar definierten Produktpalette konzentriert. Alpinski sind nach wie vor kein Thema. «Unser Vorteil ist, dass unsere Ski eher die Freaks und Spezialisten ansprechen. Die gehen auch raus, wenn die Verhältnisse nicht hundertprozentig perfekt sind. Die breite Masse geht nur Skilaufen, wenn es Schnee vor der Haustür hat», sagt Erni. Vielmehr entwickelt sich Movement zum Vollanbieter im Skitourenbereich. Man verkauft bereits Helme und Stöcke, in Zusammenarbeit mit dem italienischen Produzenten Roxa sogar selbst entwickelte Tourenskischuhe.

Härtetest: Der zweifache Freeride-World-Tour-Sieger Aurélien Ducroz ist das sportliche Aushängeschild der Movement-Familie. Auch der Patrouille des Glaciers-Rekordhalter Yannick Ecoeur steht auf die Movement-Leichtgewichte.

Vielleicht wird es sein wie mit Verbier: Lange Zeit prüfte Movement seine frischen Bretter dort auf Herz und Nieren. Nachdem der Ansturm dort zu gross wurde, wechselte man ins Lötschental, oder auch auf die andere Seite des Grossen St. Bernhard, wo der Pulverschnee zwei Tage lang genug Platz bot. Solange sie in Bewegung bleiben, werden den Jungs von Movement die Ideen nicht ausgehen.

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