Trockenen Fusses wandern: Wanderschuhe
Ein Muss für jede Regenwanderung ist das richtige Schuhwerk: Wasserdichte Wanderschuhe mit Membran halten deine Füsse auch bei Pfützen oder in nassem Unterholz trocken. Wähle zudem einen Schuh mit Profilsohle für guten Grip, damit du auf nassem Laub, glatten Wurzeln und in matschigen Passagen guten Halt hast.
Viele, gerade leichtere Wanderungen lassen sich selbstverständlich auch mit Multifunktions- oder Trailrunningschuhen machen. Bedenke aber, dass Modelle mit leichtem Mesh-Obermaterial und niedrigem Schnitt bis knapp über den Knöchel dir weniger Wetterschutz bieten als höhere Wanderschuhe – da lohnt sich ein Griff zum Klassiker, um deine Füsse etwas länger trockenhalten zu können. Nach der Tour ist vor der Tour: Lasse deine Schuhe zu Hause gut auslüften und bei Raumtemperatur trocknen. Mit einer frischen Imprägnierung sind sie im Handumdrehen wieder fit für die nächste Herbstwanderung.
Jacke wie Hose: Hardshells
Bei herbstlichem Regenwetter kommt das Zwiebelprinzip so richtig zur Geltung: Schweissabsorbierende Baselayer werden durch wärmende Midlayer und schliesslich schützende Hardshells ergänzt. Achte bei deiner Regenjacke auf eine hohe Wassersäule von mindestens 10'000 mm, verschweisste Nähte und wasserfeste oder abgedeckte Reissverschlüsse. Eine verstellbare Kapuze bietet dir Schutz und schränkt deine Bewegungsfreiheit und den Rundumblick möglichst wenig ein. Besonders empfehlenswert sind Modelle mit Unterarmbelüftungen: Wenn der Regen strömt, dir aber durchs Wandern beinahe zu warm ist, sorgen sie für eine angenehme Belüftung.
Manche lieben sie, manche meiden sie: Regenhosen schliessen deinen Rundum-Regenschutz ab und schützen deine Beine besonders bei starken Regenfällen vor Nässe. Wenn du sie auch unterwegs im Nu an- und ausziehen möchtest, empfiehlt es sich, zu einem Modell mit durchgehenden Seitenreissverschlüsse zu greifen.
Dir wird in Regenhosen viel zu schnell viel zu warm? Bei leichtem Nieselregen können auch schon
eine Wanderhose mit DWR-Imprägnierung kombiniert mit wasserdichten Gamaschen
reichen. Die leichte Regenhose kannst du als Backup für den nächsten stärkeren Schauer im
Rucksack eingepackt mitnehmen.
Regendicht verpackt: Rucksack-Regenhülle
Apropos Rucksack: Wenn du dich nicht über durchtränkte Ersatzwäsche, aufgeweichte
Sandwiches und nasses Kartenmaterial aufregen willst, solltest du deinen Rucksack unbedingt
mit einem Regenschutz überdecken. Viele Modelle haben bereits einen integriert, sei es in
einem eigenen Bodenfach oder im Deckelfach, andere lassen sich mit separat erhältlichen
Regenhüllen ergänzen. Die Hülle schützt deinen Rucksack und den kompletten Inhalt vor dem
Regen – und wenn sich der Himmel freundlicher zeigt, kannst du sie auch als Sitzunterlage für
deine nächste Rast einsetzen.
Schutz für deine Essentials: Packsäcke
Profi-Tipp: Die vermutlich zuverlässigste Art, dafür zu sorgen, dass deine Ausrüstung trocken
bleibt, sind Packsäcke. Dank einer Vielzahl an unterschiedlichen Grössen und Farben
erleichtern sie dir ganz nebenbei das Packen und helfen dabei, Ordnung im Rucksack zu halten.
In erster Linie aber sorgen Packsäcke dafür, dass Wanderführer, Smartphone, Snacks,
Ersatzsocken und mehr zuverlässig trocken bleiben und du dir bei einer nahenden Regenzelle
keine Sorgen um nasse oder kaputte Ausrüstung machen musst.
Warmer Tee und los geht’s!
Wasserdicht eingekleidet und verpackt, mit einer Thermosflasche warmem Tee für die Wärme
von innen, bist du perfekt vorbereitet fürs Regenwetter. So steht deiner Herbstwanderung nichts
mehr im Weg – egal, was Petrus vorhat.