Der Kletterhelm gehört zur absoluten Grundausrüstung im Bergsport – egal ob in der Kletterwand, auf dem Klettersteig oder bei Hochtouren. Doch damit er im Ernstfall optimal schützt und unterwegs nicht drückt, kommt es auf die richtige Handhabung an. Von der perfekten Passform über den Transport bis hin zu praktischen Zopf-Aussparungen und dem richtigen Zubehör: Wir zeigen dir sieben einfache Tipps und Tricks, mit denen du das Beste aus deinem Kletterhelm herausholst.
1. Die Einstellung des Helms sollte in
Ruhe zu Hause erfolgen. Wer fünf
Minuten vor dem Einstieg in die
Wand noch versucht, die Schnallen
an die richtige Position zu schieben,
sorgt eher für Druckstellen als
guten Sitz.
2. Je nach Anwendungsbereich kann
es notwendig sein, einen Wärmeschutz
unter dem Helm zu tragen.
Hier bieten sich Schlauchtücher
(Buff) oder spezielle Helmmützen
an, die besonders dünn auftragen.
Trotzdem muss gegebenenfalls der
Helm nachjustiert werden.
3. Helle Farben reduzieren die Aufheizung durch Sonneneinstrahlung.
4. Für den Transport eignen sich
Helmnetze am Rucksack. Vorher prüfen, ob die Befestigungen kompatibel mit dem Rucksackmodell sind (in der Regel sind mehrere Helmnetze verschiedener Hersteller passend).
5. Stirnlampenhalterungen sind vor
allem mit Handschuhen oft etwas
fummelig. Am einfachsten ist es,
die Stirnlampe bereits in der Hütte
vorab am Helm zu befestigen.
6. Wer sein Haupthaar lang trägt,
findet sein Glück in Helmmodellen
(z. B. Beal Indy, Black Diamond Half
Dome Women, Petzl Meteora …)
mit entsprechenden Aussparungen
im Verstellsystem. Sie gewähren
Zöpfen oder Pferdeschwänzen
Freiraum. Bei Helmen mit textilem
Verstellsystem ist das oft weniger
problematisch als bei den klassischen
Verstellrädern.
7. Wie bei jeglicher PSA ist eine Manipulation
an Helmen zu unterlassen.
Insbesondere sollten Halterungen
für Helmkameras, Stirnlampen
oder Ähnliches niemals angeschraubt
werden – dafür gibt es
spezielle Halterungen mit Klebepads,
die die Struktur des Helms
nicht beeinträchtigen.