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Tags: Wallis, Hochtour

Sommerhochtour auf das Bishorn

FIONA STAPPMANNS, 26.08.2019

Das Bishorn im Kanton Wallis knackt die 4000er Marke deutlich, geht neben seinem erhabenen Nachhbar, dem Weisshorn, jedoch gern einmal unter. Dabei hat es einiges zu bieten – eine konditionell anspruchsvolle Besteigung, eine gemütliche Hütte auf dem Weg und nicht zuletzt eine imposante Kulisse. Außerdem ist es perfekt um die erste Höhenluft zu schnuppern.

Nach einem erfolgreich absolvierten Hochtourenkurs sollte nun Praxiserfahrung her. Nur wohin? Um das erste Mal Höhenluft über 4000m zu schnuppern sollte es technisch nicht allzu herausfordernd sein. Gleichzeitig kam eine Tour bei der man den größten Teil der Strecke mit der Seilbahn zurück legt, nicht in Frage. Als ich dann gefragt werde, ob ich Lust hätte, mit aufs Bishorn zu kommen, sage ich ohne zu zögern sofort „ja, unbedingt“! Auf was ich mich eingelassen habe, sehe ich ein paar Tage später, als ich mir die Tour genauer anschaue. Zustieg zur Hütte über 1500 Höhenmeter – nochmal 900 bis zum Gipfel und dann alles in einem Schlag wieder ins Tal. Hoch? Immer gern! Aber vor fast 2500 Höhenmetern Abstieg gruselt es mich -und vor allem meine Knie- schon etwas. Aber ein Rückzieher kommt jetzt sowieso nicht mehr in Frage.

Also stehe ich mit meiner Seilschaft Claudio, David und Dario an einem brütend heißen Augusttag am Ausgangsort in Zinal (1675m) im Val d’Anniviers. Der Weg schlängelt sich zunächst durch lichten Wald, der in der Hitze noch ein wenig Schutz bietet und dann immer weiter aufwärts zur Cabane de Tracuit auf 3.256 Metern. Nach gemütlichen fünf Stunden erreichen wir die wunderschön gelegene Hütte und gönnen uns ein wohlverdientes Stück selbstgemachten Kuchen. Erst 2013 wurde die Hütte neu eröffnet und bietet neben modernen Komfort aus dem verglasten Speisesaal eine beeindruckende Rundumsicht auf die Gipfel der Walliser Alpen. Zum Dessert nach dem Abendessen lichten sich für einen Moment die Wolken und lassen zum Sonnenuntergang die Gipfel von Zinalrothorn, Dent Blanche oder Obergabelhorn leuchten.

Der Wecker klingelt um kurz vor 5 doch die Hütte ist schon vom erwartungsvollen und geschäftigen Treiben erfüllt. Verschlafen zwinge ich mich ein paar Bissen zu essen, dann noch schnell Marschtee abgefüllt und das Gstältli angezogen, schon geht’s los. Im Schatten der blauen Stunde sind die ersten Gipfel zu erkennen und im Schein der Stirnlampe gehen wir die wenigen Schritte bis zum Turtmanngletscher. Dort seilen wir an und verfallen schweigend in einen gleichmäßigen Trott. Es wird langsam heller und obwohl wir bei Weitem nicht die einzige Seilschaft sind, strahlen die Berge eine ehrfürchtige Stille aus.

Nur die Steigeisen knirschen im Eis, das Herz pocht in den Ohren und der Atem geht gleichmäßig, fast meditativ. Die umliegenden Gipfel erstrahlen im Licht der aufgehenden Sonne, die Farben verändern sich von blau, zu purpurnen Pastelltönen, die Berge leuchten rot, dann strahlen sie orange. Die ersten Strahlen blitzen über den Ostgrat, über den wir teilweise recht steil aufsteigen. Nach einer nicht allzu schwierigen Schlüsselstelle haben wir es geschafft, wir stehen auf 4153 Metern, dem Gipfel des Bishorn. Die Kulisse verschlägt mir kurz den Atem, die Aussicht ist schier gewaltig. Direkt vor uns ragt der Nordgrat des Weisshorns empor – für mich einer der schönsten Berge der Alpen. Gegenüber schweift der Blick über andere große Namen: Dom und Nadelhorn, Das Monte Rosa Massiv mit Liskamm und Dufourspitze. Ein paar Fotos, ein Schluck Gipfelschnaps und wir machen uns auf den Weg zurück ins Tal. Das Rösti auf der Hütte bleibt mein Highlight im Abstieg. Das Glücksgefühl am Auto endlich die Schuhe von den schmerzenden Füßen zu ziehen, steht dem Gipfelerlebnis nur wenig nach. Die kommende Woche begleitet mich dementsprechend ein hartnäckiger Muskel in den Beinen. Immer wieder kehren die Gedanken zurück zu den unvergesslichen Momenten: der Sonnenaufgang über dem Gletscher, die leuchtenden Bergspitzen, der Glücksmoment auf dem Gipfel. Und ich kann und will das Grinsen nicht unterdrücken. Erster 4000er? Check! Nächste Gipfel? Schon in Planung!

Anreise

Ausgangspunkt für die Tour ist Zinal (1675m) im Val d’Anniviers. Von dort geht es am ersten Tag kurz durch Wald und dann in zunehmend alpinem, immer recht steilem Gelände rund 1.500 Höhenmeter bis zum Tagesziel, der Cabane de Tracuit (3.256 Meter). Sie thront ehrfürchtig auf einem Felsband, welches die einzige kurze, jedoch recht einfache und versicherte Kletterstelle im Zustieg bietet. Die Hütte wurde erst 2013 neu erbaut und ist dementsprechend komfortabel. Am zweiten Tag geht es in aller Früh über den kurz hinter der Hütte gelegenen Turtmanngletscher zunächst über flaches, etwas spaltiges Gelände unschwierig Richtung Ostflanke, welche vorbei am Ostgipfel, dem Pointe Burnaby zum Gipfelplateau führt. Der insgesamt rund 900 Höhenmeter lange Anstieg auf 4.153 Meter ist technisch einfach und nur kurz unter dem Gipfel gibt es eine kurze Kletterstelle im ersten Schwierigkeitsgrad. Anschließend geht es entlang der Aufstiegsroute die rund 2.500 Höhenmeter zurück ins Tal.

Zimmer in der Cabane de Tracuit müssen dringend reserviert werden. Es steht ein Schlafraum mit 24 Betten, sechs Zimmer mit zwölf Plätzen, sowie fünf Zimmer mit vier Betten zur Verfügung. Die Übernachtung mit Halbpension kostet für SAC-Mitglieder 80 Schweizer Franken, für Nichtmitglieder 95 Schweizer Franken.

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