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Tags: Freeride, Ski-Running, Skitour, Wissen

UNESCO erklärt den Umgang mit der Lawinengefahr zum immateriellen Kulturerbe

NORA SCHEEL, 12.12.2018

Was haben Lawinen mit Kultur zu tun? Auf den ersten Blick überhaupt nichts. Die Notwendigkeit für die Schweizer Bergbevölkerung, mit der Lawinengefahr umzugehen, dagegen schon. Sie hat im Laufe der Jahrhunderte die Bergbevölkerung zu kreativen Lösungen gezwungen, die heute zur kulturellen Tradition der Schweiz gehören. Dazu zählen beispielsweise bauliche Schutzmassnahmen, das Training von Lawinenhunden, die Organisation von Erste Hilfe Massnahmen oder die Erinnerungskultur im Zusammenhang mit vergangenen Katastrophen.

Ende November hat die UNESCO den Umgang mit der Lawinengefahr in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die Kandidatur wurde von der Schweiz und Österreich zusammen eingereicht. Von Schweizer Seite waren das Bundesamt für Kultur, das Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF, der Schweizer Alpen-Club SAC, der Schweizer Bergführerverband SBV und das Bundesamt für Umwelt an der Erarbeitung der Kandidatur beteiligt. «Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden sowie dem SAC, den Bergführern und der Forschung ist wohl einmalig», so Jürg Schweizer, Institutsleiter des SLF. Sie ist exemplarisch für den Umgang mit der Lawinengefahr: Auch dort ist es wichtig, sämtliche beteiligte Akteure einzubeziehen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.

Eine uralte Tradition

Schon seit dem Mittelalter hat die Bergbevölkerung im Gebiet der heutigen Schweiz Strategien im Umgang mit der Lawinengefahr entwickelt. Ab dem frühen 19. Jahrhundert wurden Mauern und Erdterrassen im Lawinenanbruchgebiet erstellt, um die Auslösung von Lawinen zu verhindern. Die ersten Lawinenverbauungen wurden im Zusammenhang mit dem Bau der grossen Eisenbahnlinien errichtet. Damit die Eisenbahn auch im Winter quer durch die Alpen fahren konnte, wurden Galerien, Tunnels und Lawinenverbauungen erstellt. Intensiviert wurde der Lawinenschutz nach dem Lawinenwinter von 1951, als 1'300 zu Tal donnernde Lawinen fast 100 Todesopfer forderten. Als Reaktion darauf wurden Gefahrenkarten erstellt, Schutzwälder aufgeforstet, grossflächig Lawinenverbauungen angebracht und Lawinen regelmässig künstlich ausgelöst. Bereits 1942 war mit der Gründung des SLF auch die wissenschaftliche Erforschung von Schnee und Lawinen aufgenommen worden. Der Zeitpunkt mitten im Zweiten Weltkrieg war kein Zufall: Der strategische Einsatz von Schnee und Lawinen war Teil der militärischen Abwehrstrategie. Heute ist die Schweiz weltweit führend in der Schnee- und Lawinenforschung.

Lawinenprävention im digitalen Zeitalter

Vom Wissen über den Umgang mit der Lawinengefahr profitieren nicht nur die Bergbevölkerung, der Tourismus und das Militär. Auch wir Bergsportlerinnen und Bergsportler wenden es an, wenn wir im Winter in den Bergen unterwegs sind. Bei der Lawinenprävention im Bergsport hat sich durch die Digitalisierung in den letzten Jahren viel getan. Das Smartphone ist kaum mehr wegzudenken von der Skitour. Auf digitalen Karten lässt sich die Hangneigung farbig einfärben, wodurch auch kleinflächige Steilhänge rasch und einfach auf der Karte erkennbar sind. Zudem lassen sich digitale Karten vergrössern und per GPS kann man sich auch ohne Handyempfang auf der Karte lokalisieren lassen. Das vereinfacht die Orientierung in den Bergen und verbessert dadurch auch die Lawinenprävention. Bereits gibt es Apps, die einem das Risiko eines Hanges direkt ausspucken. Stephan Harvey, Lawinenexperte des SLF, warnt aber: „Für die Beurteilung des Risikos in einem Hang können digitale Karten unterstützen, sie sind aber nicht ausreichend. Es braucht nach wie vor die seriöse, lokale Beurteilung der Schnee- und Lawinensituation vor Ort.“ Zudem weisen Smartphones einige weitere Gefahren auf, wie der schwache Akku und die Störung der elektromagnetischen Felder des Lawinenverschütteten-Suchgeräts LVS.

Die neusten Entwicklungen in der Lawinenprävention zeigen, dass der Umgang mit der Lawinengefahr ein stetiges Dazulernen ist. Dadurch entstehen, zugegeben in einem etwas weiteren Sinn, kulturelle Traditionen – auch im Bergsport.

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Foto: Bau von Steinmauern im Anrissgebiet der Kistenlaui bei Kandersteg (KAWA Bern).

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