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Tags: Wallis, Skitour, Zentralschweiz

Galenstock Nordgrat

MAXIMILIAN GIERL, 10.05.2019

Bei Neuschneemengen bis zu einem Meter ist es diesen Mai definitiv zu früh, die Ski im Keller zu verräumen. Ob der Tatsache, dass viele anders darüber denken, gibt es menschenleere Skiberge bei besten Verhältnissen. So geschehen am Galenstock am 07. Mai 2019.

Christoph und ich hatten schon vor ein paar Tagen für den 07. Mai ein afterwork Abenteuer avisiert. Bei besten Wetteraussichten, kalten Temperaturen und mässiger Lawinengefahr entschieden wir uns, die Arbeit beiseite zu lassen und eine Tagestour daraus zu machen und dem Furkagebiet mal wieder einen Besuch abzustatten. gipfelbuch.ch verriet uns gute Verhältnisse am Galenstock vor einigen Tagen, somit war das Ziel klar.

Start um 06:30 Uhr an der Passstrasse in Realp bei minus 4 Grad. Nach 3 Minuten Fussmarsch waren die Ski an den Füssen und in guter Spur ziehen wir rasch unsere Kehren nach oben. Die teilweise glasige Spur lässt die eine oder andere Schimpftirade über die Lippen huschen, doch ab Hotel Galenstock ist die Spur griffig und wir gewinnen rasch an Höhe.

Nach einer Stunde kam bereits die Albert-Heim-Hütte ins Sichtfeld, die wie ein Adlerhorst auf dem Felsen thront, eingerahmt in die schroffen Spitzen des Winterstock (3202m).

Die alten Spuren waren hier bereits vom Wind verwischt, auf harter Unterlage war die zusätzliche Anstrengung beim Spuren dennoch überschaubar. Rasch passierten wir die Hütte etwas unterhalb und hielten Kurs auf den Tiefengletscher. Unterhalb von P2713 zogen wir nach rechts und nun in direkter Linie hinauf Richtung obere Bielenlücke. Der Gletscher ist perfekt eingeschneit, wie im Hochwinter. Ab 2900m spüre ich die Höhe ziemlich, auch dass ich den schwereren Ski an den Füssen habe macht sich deutlich bemerkbar.

Christoph ist mir jedoch mit der Rennausrüstung längst weit voraus. Die Querung unter der Ostflanke des Galenstocks ist immer ein kleiner Nervenkitzel, Berichte über Wechtenabbrüche mit nachfolgender Lawine direkt über die Aufstiegsspur gibt es zu Hauf. Heute ist jedoch alles ruhig, nichts regt sich in der Wand. Dank einer schleierhaften Bewölkung sind die Temperaturen auch nur wenig gestiegen.

Am Skidepot bin ich froh, die bleischweren Ski gegen Steigeisen tauschen zu können, dank perfekter Spur von Christoph geht es rasch die bis zu 50° steile Flanke hinauf.

Der Ausstieg über die Wechte verlangt ein gutes Balancegefühl da die Spur etwas nach rechts zieht und man so fast in Rückenlage kommt beim Steigen. Nach etwas gemurkst ist auch diese Barriere genommen und es bleibt nur mehr der Nordgrat zum Gipfel. Zunächst in mehrheitlich gutem Trittschnee eine flanke hinauf bietet der Grat auf den letzten hm noch leichte Kletterei an bombenfestem Furkagranit.

Das Panorama ist umwerfend wie immer und nach kurzer Gipfelrast machen wir uns bald an den Abstieg, das Skidepot und die anschliessende Querung wollen wir bald hinter uns bringen.

Das Skidepot ist rasch erreicht und um 11:00 Uhr ziehen wir unsere Linien über den Tiefengletscher, hinab. Hier zahlt sich der schwerere Ski aus während Christoph mit dem Rennmaterial etwas mühe hat eine blitzsaubere Schwungtechnik zu vollführen.

Während wir den Galenstock in Angriff genommen hatten wurde bereits eine Spur zum Chli Bielenhorn gelegt. Ob der wenigen Zusatzmeter wollten wir auch diesen Aussichtsgipfel noch mitnehmen. Der Kessel hinauf zu den beiden Kamelen glich um diese Tageszeit jedoch einem Schmelzofen, somit waren die 400 hm äusserst schweisstreibend. Auch hier hatte Christoph weit weniger Mühe und erwartete mich bereits am Gipfel. Als Premiere konnte das Chli Bielenhorn (2940m) bis zum höchsten Punkt mit Skis erreicht werden, unglaublich.

Nach kurz gehaltener Gipfelrast machten wir uns auf den Weg nach Realp. Unverspurte Hänge und eine feine Pulverauflage machten den oberen Teil zum puren Genuss. Weiter Richtung Hotel Tiefenbach wurde der Schnee zum teil recht schwer, doch bei entsprechender Hangneigung gut fahrbar und nach kurzer Stöckeleinlage auf der Passstrasse war bald der Ausgangspunkt erreicht.

Eine perfekte Tour, Verhältnisse wie Anfang März und ein menschenleeres Gebiet. So stellt man sich doch einen Dienstag vor, allerdings rechnet man nicht im Mai damit. Es lohnt sich also, die Ski noch nicht in den Keller zu stellen.

Fakten zur Tour:
25km, 2450hm, ZS, II

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