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Tags: Wallis, Trailrunning

Petite Trotte à Léon - Ultra-Trail um den Mont-Blanc

FRANÇOIS VIRGO, 24.04.2019

Mut, über sich hinauswachsen, menschliches Abenteuer... Das Abenteuer beginnt im Jahr 2013 mit der Anmeldung zur Tour des Dents du Midi; ein Trail durch unseren Trainingsspielplatz mit Ankunft im Dorfkern von Champéry. Dort sammelten wir zwei ITRA Punkte, was uns ermöglichte, uns für einen ersten ultra Trail rund um den Mont-Blanc anzumelden. Wir waren also Amateure. Der Lauf begann in Courmayeur und endete in Chamonix, begleitet von diversen Emotionen, darunter Freude, Schwierigkeit und Durchhaltevermögen, um nach x Stunden den wundervollen Place de Triangle zu erreichen. Wir kamen zeitgleich mit den ersten Läufern der Petite Trotte à Léon an. Ich schaute François an und sagte: "Die sind ja vollkommen verrückt und zudem sind es Belgier!". Etwas später beobachtete ich weiterhin dieses Team und ich sagte: "Wir sollten uns dafür anmelden!". François verblieb stumm. Nur ein Blick.

Einige Jahre später, nachdem wir mehrere Läufe rund um den Mont Blanc absolviert hatten, fühlten wir uns bereit, das Abenteuer der Petite Trotte à Léon zu wagen. Anmeldung im Dezember 2017 um im August 2018 zu laufen; Beginn eines Traumes, der sich mit langen Trainingsstunden in den Beinen konkretisierte. Auch waren wir mit ganzem Herzen dabei, denn wir repräsentierten den Verein "Les Yeux du Monde", den wir Hand in Hand mit unseren Freunden unterstützen.

La Petite Trotte à Léon ist eine Strecke von über 340 km und 27000 Höhenmetern, die zu zweit oder zu dritt in halber Autonomie ohne Markierungen, aber mit Karte und GPS zu bewältigen ist. Der Streckenverlauf folgt häufig Geröllfeldern, Graten sowie Abschnitten, die Anseilen erfordern.

Der Startschuss fiel Montag, den 27. August um 8 Uhr. Anfangs waren wir alle beide ruhig. Uns war bewusst, dass wir uns für einen langen Spaziergang aufmachten. Los ging es direkt mit dem Kern der Sache, einer Vertikalen senkrecht unter der Seilbahn. Wir waren zwei Tage und zwei Nächte in den Bergen bis wir die erste Zwischenstation erreichten. Dieser erste Teilabschnitt erwies sich als sehr technisch. Von der schweizer Seite her stiegen wir über den Col des Autannes auf, dann von italienischer Seite weglos über zahlreiche Geröllfelder, die unter unseren Füssen rutschten. Wir durchstiegen Passagen mit fixen Absicherungen, andere mit Seilen abgesichert und wieder andere... ohne Absicherung.

Erster Abschnitt: Chamonix - Val Veny. Diese erste Etappe führte uns an zahlreichen wundervollen Orten vorbei, beispielsweise die Hütte Albert 1er, die Fenêtre d´Arpette, einen Gratabschnitt der Ecandies, der Petit col Ferret sowie die Angroniettes, ein atemberaubender Gipfel auf der schweizerisch-italienischern Grenze, und das Refuge Bonatti. Den Abschluss dieser Etappe bildete ein Klettersteig, der keine Schwierigkeit ausliess, um auf den Gipfel des Mont Chétif zu gelangen. Während des Abschnittes in Champex hatten wir das Glück unsere Freunde zu treffen, die nicht viel Geld auf uns gesetzt hätten, angesichts unserer Erschöpfung. Bei solcher Art von Lauf durchlebt man allerlei Zustände.

Zweiter Abschnitt : Val Veny - Beaufort. Wir wurden von vielfältigen Emotionen überwältigt bis wir dort ankamen. Zunächst duschten wir uns und ruhten uns zwei Stunden aus. Beim Aufstehen trafen wir wieder unsere zwei Freunde; eine wertvolle Motivation. Dieser angenehme Moment, den wir zusammen verbrachten, erlaubte uns wieder aufzutanken. Dieser Augenblick erlaubte uns auch wieder den Stress runter zu fahren, denn zu diesem Zeitpunkt war es angesichts der Wetterbedingungen nicht möglich, den Lauf fortzusetzen.

Um 13 Uhr sind wir wieder im Regen gestartet. Dieser zweite Abschnitt hat uns mit übelsten Bedingungen konfrontiert, mit Gewitter, Nebel, Wind, Kälte und Bächen, die derart angeschwollen waren, das man nicht mehr wusste, wo diese zu überqueren sind. Wir erreichten die Hütte Robert Blanc auf 2800 Metern, welche uns dank der Petite Trotte à Léon in besonderer Erinnerung bleibt. Jacken, Socken und Rucksäcke trocknen in allen Ecken. Die Minimalisten schliefen am Boden sitzend im Gang. Diese Hütte verwandelte sich in eine Zwischenstation.

Um 1 Uhr morgens beruhigte sich das Wetter. Wir machten uns in Begleitung eines weiteren Teams unter leichtem Regen und im Nebel auf den Weg. Wir folgten dem GPS über Stunden um die Strecke in den nicht enden wollenden Geröllfeldern und Graten zu finden.

Einen Dank den Wanderen am Donnerstag für ihre Ermutigung beim Refuge Elisabeth 2; welch Glücksgefühl ihre Stimmen beim Aufstieg zu vernehmen. Nach zwei Lächeln und zwei Handschlägen setzten wir unseren Marsch fort. Gegen 5 Uhr morgens trafen wir im Ort Les Chapieux ein. Nachdem wir solche Schwierigkeiten während der Nacht durchlebt hatten, waren die Gefühle intensiv.

Der Tag und die Nacht von Donnerstag waren gezeichnet von der Streckenführung in den Höhen der Pierra Menta; technischer und luftiger Abschnitt.

Letzter Abschnitt: Beaufort - Chamonix. Die Ankunft im zweiten, offiziellen Zwischencamp hat unglaublich gut getan! Ein Freund unterstützte uns während der letzten drei Tage. Er war da und brachte Sandwichs, von denen wir seit zwei Tagen träumten; welch ein Genuss! Nach einer Mikro-Nacht am Tage, brachen wir erneut mit dem Team vom Refuge Robert Blanc auf; zwei wunderbare Personen. Wir haben ihre Familien und das Akkordeon kennenlernen dürfen, welches uns auf manchen Abschnitten folgte. Danach ging es nochmals auf, die letzten Schwierigkeiten zu meistern, die da wären der Col des Aravis, das "Fliegenloch" (Trou de la mouche), die Karstwüste Platé mit der nächtlichen Kletterei auf den Raureifbedeckten Platten. Wie sagte unser Verpfleger so schön: "Nachts ist es schon besser, da sieht man nicht, wo man lang geht!!!". Als wir das Refuge de Platé erreichten, nahmen wir uns Zeit zu essen und eine Stunde zu schlafen, bevor wir die letzten 30 km in Angriff nahmen, über die Bresche Le Dérochoir und le Brévent um hinunter nach Chamonix abzusteigen.

Chamonix: Nach 149 Stunden Marschzeit sind wir angekommen, wir treffen unsere Kinder, Familie und Freunde. Die Ziellinie überquerten wir gemeinsam mit ihnen. Welch Freude! Wir realisieren es nicht. Hunderte von Personen sind da, machen Lärm, applaudieren. Emotionen pur! Tränen fliessen. Sie fliessen nicht nur für die Leistung, die wir soeben vollbracht haben, sondern auch für den Verein, der uns über die gesamte Strecke vorwärts gezogen hat.

"Ein Traum getragen auf Pfaden und Steinen. Für Les Yeux du Monde".

Danke all denen, die uns unterstützt haben während dieser Woche, die uns auf Lebzeiten in unseren Beinen, aber noch viel mehr in unseren Herzen, Spuren hinterlässt. Ein riesiengrosses Danke an unsere Freunde und unsere Familien, die mit uns sehr viel Zeit auf dieser Strecke verbracht haben, die x Kilometer mit dem Auto und zu Fuss gemacht haben, die geschlafen haben, wie es als 20 Jährige üblich war, und die an uns geglaubt haben bis zum Ende dieses Abenteuers.

  • 2013 Tour des dents du Midi,
  • 2014 C.C.C (Courmayeur, Champex, Chamonix),
  • 2015 TDS (Tour des Ducs de Savoie ),
  • 2016 et 2017 UTMB (Tour du Mont-Blanc)
  • 2018 Petite trotte à Léon. 

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