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10 Ausrüstungstipps für anspruchsvolle Bergtouren: Simon Niklaus' Checkliste

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Bächli Bergsport, Montag, 15. Dezember 2025

Was packt ein Höhenbergsteiger wirklich ein? Der Bieler Simon Niklaus hat auf seinen Touren – darunter 47 Viertausender – gelernt, was in extremer Höhe und anspruchsvollem Gelände wirklich zählt. Seine Mission: Alle Achttausender ohne extra Sauerstoff erreichen. Hier teilt er 10 Ausrüstungstipps, die immer auf seiner persönlichen Checkliste stehen.

1. Schweizer Taschenmesser (unverzichtbar)

Das einzige Ding, das ich nie zu Hause lasse. Es ist praktisch für Reparaturen, Anpassungen von Material und das Zubereiten von Essen. Es kann auch manchmal Leben retten: zum Beispiel beim Durchtrennen eines gespannten Seils, um sich aus einer Situation zu befreien. 


2. Kompaktes, massgeschneidertes Erste-Hilfe-Set

Ein minimalistisches, aber zielgerichtetes Set: Bandagen, Kompressen, Klebeband, Schmerzmittel, Rettungsdecke, persönliche und ärztlich abgestimmte Medikamente, alles von kleinen Verletzungen über Kopfschmerzen bis hin zu einem verstauchten Knöchel.


3. Ein kleines Reparaturset

Individuell angepasst mit ein paar Werkzeugen, mit denen du alles reparieren kannst. Vor allem Klebeband. Mit Klebeband kommt man weit. Ausserdem ein paar Kabelbinder, Gummibänder, Gore-Tex und ein Zelt-Reparaturset, Kleber ...


4. Stirnlampe + immer eine Ersatzbatterie

Weil man sich in den Bergen nie auf die Zeit verlassen kann. Selbst bei einer morgendlichen Tour. Man weiss nie, was passieren kann: Whiteouts oder unvorhergesehene Verzögerungen oder irgendwo festsitzen, wo man nachts den Rettungskräften seine Position signalisieren muss.


5. GPS / Uhrennavigation

Nützlich, um deine Vitalwerte und Geschwindigkeit zu kennen und deine Route (oder im Falle einer Umkehr deine Rückroute) im Nebel zu finden. Ohne das gehe ich nie los.


6. Ersatzhandschuhe

Jeder, der schon mal in 4000 Metern Höhe (oder höher) die Empfindlichkeit in den Fingern verloren hat, weiss warum. Ich habe immer ein Ersatzpaar dicke Handschuhe oder sogar Fäustlinge unten in meinem Rucksack dabei.


7. (Genug) Wasser

Ich kann lange ohne Essen auskommen, aber Flüssigkeitszufuhr verringert das Risiko von Höhenkrankheit und Erschöpfung. Ich nutze Flaschen von Nalgene (auch praktisch als wärmende Bettflasche) und, wenn es nicht zu kalt ist, ergänze ich einen Trinkschlauch.


8.
 Zwei Paar Sonnenbrillen der Kategorie 4
Das Sehvermögen ist empfindlich, besonders auf Gletschern. Und ich nehme eine Ersatzbrille mit, denn wenn der ersten etwas zustösst (sie fällt vom Grat herunter oder wird weggeweht), kann man ohne die Ersatzbrille schneeblind werden.


9. Smartphone mit Powerbank

Die meisten Routen-Topos und Wettervorhersagen – heutzutage findet man alles auf dem Smartphone. Und eine Powerbank zum Aufladen (die auch die Stirnlampe und bei Bedarf die GPS-Geräte aufladen kann). 


10.
 GPS-Notfall / SOS-Gerät
Ich nutze das Garmin InReach mini 2.


Video-Interview mit Simon Niklaus

Nach Ama Dablam (6812 m) und Aconcagua (6962 m) soll Annapurna IV mit einer Höhe von 7525 m das nächste Ziel von Simon Niklaus werden. Doch wie bereitet man sich auf das Ungewisse vor? Wir haben ihn vor seiner Annapurna-Expedition zum Gespräch getroffen. 


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