So kannst du deinen Daunen-Schlafsack pflegen und waschen
Bächli Bergsport, Dienstag, 03. Februar 2026
Schlafsäcke sind die perfekten Begleiter für Outdoor-Nächte. Idealerweise werden sie nach jedem Gebrauch gut gelüftet und getrocknet. Doch wer schon auf einer mehrtägigen Tour unterwegs war, weiss, dass es aus Zeitgründen oder wegen Regenwetter oft nicht möglich ist, seinen Schlafsack täglich auszulüften. Hier bekommst du eine Pflegeanleitung für zu Hause.
Schlafsäcke mit Daunen- oder Kunstfaserfüllung
Gut zu wissen: Die Füllungen, egal ob Daune oder Kunstfaser, leiden grundsätzlich unter jedem Waschgang. Mit jeder Wäsche verlieren die Daunen einen Teil des natürlichen Fettgehaltes, was dazu führt, dass sie ihre Bauschkraft und das Isolationsvermögen verlieren. Kunstfasern haben eine raue Oberfläche, und damit sie sich nicht ineinander verhaken, werden die Fasern silikonisiert. Jede Wäsche strapaziert die Silikonschicht und verringert langfristig die Bauschfähigkeit des Faservlieses.
Einen Daunenschlafsack komplett zu waschen sollte möglichst vermieden werden. Stattdessen ist es besser, waschbare Inletts aus Seide oder Baumwolle zu benutzen (auch bekannt als Hüttenschlafsäcke). Da Daunenschlafsäcke mit der Zeit auch Gerüche aus der Umgebung aufnehmen (Keller, Estrich), sollten sie an einem möglichst trockenen Ort ohne starke Hitze oder Kälte gelagert werden.
Schlafsack waschen und trocknen
Es gibt spezielle Daunen- und Kunstfaserwaschmittel, die kräftig genug sind, Schmutz zu lösen, aber den Fettgehalt der Daune zu erhalten bzw. das Kunstfaservlies nicht unnötig zu strapazieren. Vor dem Waschen jedes Stück auf Risse oder sonstige Schadstellen untersuchen und reparieren. Reissverschlüsse/Klettbänder schliessen. Nie den puren Reiniger auf den Artikel geben, dadurch verliert das Aussenmaterial evtl. seine wasserabweisende Wirkung. Daunenprodukte dürfen nicht chemisch gereinigt werden.
Maschinenwäsche
Pro Maschine nur einen Schlafsack waschen. Achte auch darauf, dass deine Maschine genügend Fassungsvermögen aufweist (min. 5 kg). Fein- oder Wollwaschprogramm wählen, Waschmittel nach Angabe. Keine anderen Reinigungsmittel oder Weichspüler verwenden. Sorgfältig spülen, mindestens zwei Spülgänge durchlaufen lassen. Leicht anschleudern. Vorsichtig aus der Maschine nehmen, da nasses Füllmaterial sehr schwer ist. Artikel am unteren Ende festhalten.
Handwäsche
Reichlich handwarmes (max. 35°C) Wasser in die Badewanne füllen, Waschmittel nach Angabe ins Wasser geben. Schlafsack untertauchen und die Luft herausdrücken. Etwa eine Stunde einweichen lassen. Besonders sorgfältig und mehrmals ausspülen. Evtl. vorhandene Waschmittelrückstände am Gewebe mit einem Schwamm oder Tuch abwischen. Den Artikel nicht wringen; durch leichtes Drücken die Waschlauge entfernen. Wiederum Vorsicht beim Anheben.
Trocknen
Daunengefüllte Produkte können im Trockner bei mässiger Temperatur (maximal 40°C) langsam getrocknet werden. Das Trocknen an der Luft kann mehrere Tage dauern und benötigt regelmässiges Aufschütteln und Wenden. Wir empfehlen daher die Variante mit einem Tumbler. Zum Aufklopfen der Daunen Tennisbälle (4-6 Stück) mit in die Trommel stecken. Es braucht je nach Volumen mehrere Durchläufe nacheinander. Herausnehmen, kräftig aufschütteln und einige Stunden an die Luft legen. Bei vollendeter Trocknung den Artikel auf keinen Fall im Kompressions- oder Packsack lagern. Daunen und Kunstfasern brauchen Platz und Luft um sich zu entfalten. Zu diesem Zweck gibt es geräumige Aufbewahrungshüllen.
Wie häufig solltest du deinen Schlafsack waschen?
In der Regel genügt es, wenn du deinen Schlafsack alle zwei bis drei Jahre wäschst, sofern keine starken Verschmutzungen vorhanden sind.
Weitere Beiträge
Outdoor-Kocher im Vergleich: Gas, Benzin oder Komplettsystem?
Die Wahl des richtigen Camping-Kochers ist heute weit mehr als nur die Frage nach dem Brennstoff. Ob Ultraleicht-Camping oder alpine Expedition: In unserem Guide erfährst du, worauf es bei Leistung, Windschutz und Brennstoff-Verfügbarkeit wirklich ankommt – damit du für jedes Abenteuer das passende Kochsystem findest.
Besser biwakieren: Praktische Tipps für das Übernachten in den Bergen
Ungeplante Biwaks können der Horror sein. Umgekehrt sind geplante Biwaks nicht automatisch ein Traum – aber mit ein paar Tipps steigen die Chancen. Unser Filialleiter und erfahrener Alpinist Ralph Strahberger zeigt, worauf es beim Biwakieren ankommt.
Das Bett zum Mitnehmen – Drei Tipps für kalte Sommernächte
Wer abseits von Hütten im Gebirge nächtigt, ist auch im Sommer auf gut isolierende Ausrüstung angewiesen. Wenn diese auch noch klein verpackbar und leicht ist, steigert das den Spassfaktor ganz erheblich. Drei Tipps.
Auf den Geschmack gekommen – 4 Rezepte für dein Campingabenteuer
Campen und Kochen gehört zusammen wie Wanderschuh und –stock. Nichts ist schöner, als sich nach dem Erreichen des Gipfels gemütlich auszubreiten und bei einem feinen Znacht zu beobachten, wie die Lichter im Tal langsam angehen. Und wenn einen morgens dann im Zelt noch der Duft von frischem Kaffee weckt, der netterweise schon für dich gebraut wurde – perfekt! Damit deine Berg-Kost abwechslungsreich bleibt, haben wir für dich vier Rezepte zum Nachkochen aus dem neuen Buch "Kochen unter freiem Himmel" von Adrian Bachmann zusammengestellt.
Zeltformen, Einsatzbereiche & Materialien
Zelte stehen wie kein anderer Ausrüstungsgegenstand für Unabhängigkeit und Abenteuer in den Bergen. Damit das Camp zum Genuss wird, ist es wichtig, mit einem Zelt unterwegs zu sein, das den gesetzten Ansprüchen und der Witterung gerecht wird.
20 Ausrüstungstipps fürs Zelten und Biwakieren
Wir stellen dir 20 Ausrüstungsgegenstände für die Übernachtung im Zelt vor. Aufgeteilt in die drei Kategorien Basisausrüstung, Ausrüstung für den Komfort und Ausrüstung für die Sicherheit. Bist du bereit fürs gelungene Übernachten in der Natur?
Die besten Outdoorkocher
Einer der zentralen Gegenstände auf allen mehrtägigen Touren ist der Kocher. Was Du beim Kauf eines Outdoorkochers beachten solltest und welches die bewährtesten Modelle für verschiedene Einsatzbereiche sind, erfährst du von unserer Produktmanagerin Andrea Brändli.
Biwak- und Campingregeln in der Schweiz
Biwakieren unter freiem Himmel gehört für viele zum ultimativen Outdoorerlebnis dazu. Eine Nacht draussen in der Natur ist aber nicht einfach nur romantisch oder entschleunigend, sondern gerade auf mehrtägigen Trekkingtouren oftmals notwendiges Mittel zum Zweck. Wenn dabei einige Regeln beachtet werden, wird verhindert, dass das Abenteuer mit Ärger oder einer Busse endet.